Kickers Offenbach muss am 22. Dezember nach Balingen

OFC: Urteil über Restart erst morgen

Warten auf den Restart: Die Spieler von Kickers Offenbach wissen immer noch nicht, ob die Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest tatsächlich wie geplant am Freitag fortgesetzt wird.
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Warten auf den Restart: Die Spieler von Kickers Offenbach wissen immer noch nicht, ob die Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest tatsächlich wie geplant am Freitag fortgesetzt wird.

Dieser Monat ist für Kickers Offenbach geprägt von Gerichtsprozessen. Während das Urteil in der Frage, ob der Restart in der Fußball-Regionalliga Südwest wie geplant erfolgt, noch auf sich warten lässt, ist in einem anderen Fall bereits eine Entscheidung gefallen - zu Ungunsten des OFC, auf den zudem noch zwei Prozesse vor dem Landesarbeitsgericht warten.

Offenbach – Das Warten für Kickers Offenbach und die anderen 21 Vereine der Fußball-Regionalliga Südwest geht weiter. Nachdem sechs Klubs beim Landgericht Mannheim einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gestellt haben, weil sie einen Restart noch in diesem Jahr für unzumutbar halten, wurde nun für morgen, 14 Uhr, eine mündliche Verhandlung anberaumt. Im Anschluss will die Regionalliga Südwest GbR über die Entscheidung informieren.

Eigentlich soll der Spielbetrieb am Freitag wieder aufgenommen werden - mit der Partie des OFC beim FC Astoria Walldorf, der zu den sechs klagenden Klubs gehört. Außerdem sind das noch der TSV Steinbach Haiger, der FC Gießen, Eintracht Stadtallendorf, der Bahlinger SC und der TSV Schott Mainz.

Bereits gefallen ist eine andere Entscheidung: Das Berufungsgericht der Fußball-Regionalliga Südwest wies die Klage der Kickers gegen eine Neuansetzung des Spiels bei der TGS Balingen ab. Die Partie war am 26. September drei Stunden vor Anpfiff von Balingens Bürgermeister abgesagt worden, weil es im Team der TSG einen Coronafall gegeben hatte.

„Aufgrund der ortspolizeilichen Verfügung der Stadt“ habe für die spielleitende Stelle kein Ermessensspielraum bestanden, zitiert der Zollern-Alb-Kurier das Gericht. „Sie war vielmehr gehalten, die Anordnung umzusetzen, da andernfalls polizeiliche Zwangsmaßnahmen gedroht hätten.“ Thomas Sobotzik sieht es anders. „Aus unserer Sicht gab es keinen behördlichen Beschluss, dieser wäre jedoch erforderlich gewesen“, sagte der OFC-Geschäftsführer, stellte aber zugleich klar: „Wir haben uns der Sportgerichtsbarkeit unterworfen und werden das Urteil akzeptieren. Wir könnten vor ein Zivilgericht gehen, werden das aber nicht machen und daher das Spiel auch bestreiten.“ Der Nachholtermin steht bereits fest: 22. Dezember, 19 Uhr.

Zwei Gerichtstermine stehen für den OFC dieses Jahr aber noch an: am kommenden Dienstag im Fall Moritz Hartmann und am 17. Dezember im Fall Nejmeddin Daghfous. Die Kickers hatten jeweils in erster Instanz gesiegt, die Berufungsverfahren finden nun vor dem Landesarbeitsgericht Frankfurt statt. Hartmann klagt auf Fortsetzung des Vertragsverhältnisses, weil er durch den Corona-bedingten Abbruch der Spielzeit 2019/20 um die Chance gebracht worden sei, auf die Anzahl an Spielen zu kommen, die für eine automatische Verlängerung des Vertrages um ein Jahr nötig gewesen wäre. Daghfous, der Mitspieler Luigi Campagna nach einem Disput im Training per Faustschlag die Nase gebrochen hatte, wehrt sich gegen seine fristlose Kündigung. Er habe sich lediglich gewehrt. (Von Christian Düncher)

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