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Vier Testspieler kämpfen um einen Vertrag beim OFC

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Von: Jörg Moll

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Alexander Schmidt hat aktuell keine Zeit für sein Haus am Starnberger See.
Alexander Schmidt hat aktuell keine Zeit für sein Haus am Starnberger See. © Frank Scheuring/Hübner

OFC-Trainer Alexander Schmidt bezieht vor dem Test gegen Aubstadt eine Wohnung im Stadtteil Bieber.

Offenbach – Die zweite Vorbereitungswoche endet für Kickers Offenbach an diesem Samstag (15 Uhr) mit dem zweiten Testspiel. Gegner auf dem Gelände der Sportfreunde Seligenstadt an der Aschaffenburger Straße ist Bayern-Regionalligist TSV Aubstadt.

Für OFC-Trainer Alexander Schmidt ist es die nächste Möglichkeit, mit seinem Team Wettkampfpraxis zu simulieren. Und gegenüber dem 2:1 vor einer Woche bei den Würzburger Kickers erhofft sich Schmidt eine Steigerung. „In Würzburg war die Leistung sehr schwankend, wir hatten Phasen dabei, in denen der Gegner das Kommando führte“, monierte Schmidt. Von seinem von weiterhin zwei Einheiten pro Tag sicherlich müden Team erwartet er mehr Kontrolle im Spiel. Dafür wird er wie schon in Würzburg jede Pause nutzen, um Tipps und Hinweise zu geben.

Kickers Offenbach (OFC): Testspieler können sich empfehlen

Der 53-Jährige ist bei weitem noch nicht dort, wo er sein Team sehen will. „Es ist schon ein sehr laufintensives System, damit hat so mancher doch noch seine Schwierigkeiten“, hat er erkannt. Heißt für ihn: „Du musst die Spieler coachen. Denn wenn wir das nicht alle gemeinsam machen, wird das nicht klappen.“

Gegen den Klub aus der bayerischen Rhön, vergangene Saison Tabellensechster in der Regionalliga Bayern, wird Schmidt auch wieder einige Testspieler dabei haben. Jakob Zitzelsberger, der vergangene Woche in Würzburg schon dabei war, will sich der OFC-Coach nochmal genau ansehen. Dem Innenverteidiger mit dem starken linken Fuß, einer guten Spieleröffnung und einer ausgeprägten Kopfballstärke bescheinigt er Talent, sah aber auch die eine oder andere wilde Aktion im Spiel in Würzburg. Der 25-Jährige, zuletzt beim FC Pipinsried, wirkte schon am Freitag im Training mit, nachdem er dies mit seinem Studium in Einklang bringen konnte. Sein in Medien kolportierter feststehender Wechsel zum Bayern-Regionalligisten DJK Vilzing hat sich als Ente herausgestellt. Ebenfalls Gelegenheit, sich zu zeigen, erhalten Jost Mairose (23/zuletzt TSV Schott Mainz), Furkan Zorba (24) und Torwart Jannis Maul (18/zuletzt Dynamo Dresden U19). „Jost Mairose ist ein Arbeitertyp, sehr fleißig. Bei solchen Typen merkst erst, wie wichtig sie sind, wenn sie fehlen“, charakterisiert Schmidt den Sechser.

In Furkan Zorba wirkt ein Bekannter aus Schmidts Zeit bei Türkgücü München mit. Der Innenverteidiger (24) aus Rüsselsheim wurde bei Eintracht Frankfurt ausgebildet. Für den VfL Osnabrück und Türk Gücü München absolvierte er 16 Drittligaspiele. Ein weiterer Innenverteidiger ist also eine der wenigen Positionen im Kader, auf denen der OFC nach den Abgängen von Malte Karbstein, Moody Chana und Enes Zengin noch Bedarf sieht.

Kickers Offenbach (OFC): Duo fehlt in Seligenstadt

In Seligenstadt werden am Samstag in Maik Vetter und Osarenren Okungbowa zwei Akteure fehlen, die sich nach einer Coronainfektion in Isolation befinden. Erstmals mitwirken kann Zugang Dominik Wanner (Mainz 05 II), der in dieser Woche komplett mittrainierte.

Vor der Partie stand für Trainer Alexander Schmidt am Freitagabend noch ein wichtiger Termin an: Er zog in seine Wohnung in Bieber ein. Künftig plant er, einmal die Woche in seine Heimat St. Heinrich am Starnberger See zu fahren. Seine Tochter (14), die bei der Ex-Frau wohnt, und sein erwachsener Sohn leben dort. Und die Lebensgefährtin, die er in seiner Zeit in Dresden kennenlernte, vor allem aber die Arbeit im und ums Haus warten in der Heimat. „Der Rasen wächst“, sagt er lachend. Ein bisschen weiterwachsen wird er noch. Schließlich stehen intensive Trainingstage in Offenbach an. (jm)

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