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OFC wechselt nach 19 Jahren den Torwarttrainer

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Von: Christian Düncher

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OFC-Urgestein: René Keffel kam 1986 von Preußen Frankfurt zu den Kickers. Seit 2003 war er Torwarttrainer. Nun übernimmt er andere Aufgaben im Verein.
OFC-Urgestein: René Keffel kam 1986 von Preußen Frankfurt zu den Kickers. Seit 2003 war er Torwarttrainer. Nun übernimmt er andere Aufgaben im Verein. © hübner

Bei Kickers Offenbach endet eine Ära: Seit 2003 war Urgestein Rene Keffel (54) Torwarttrainer des OFC. Künftig übernimmt der einstige Aufstiegsheld andere Aufgaben im Verein. Sein Nachfolger steht bereits fest.

Offenbach – Die Offenbacher Kickers haben am Freitagnachmittag offiziell verkündet, was unsere Zeitung bereits am Mittwoch exklusiv angedeutet hatte: Urgestein René Keffel (seit 36 Jahren im Verein) wird künftig nicht mehr als Torwarttrainer fungieren. Der 54-Jährige, der das Amt seit 2003 inne hatte, übernimmt stattdessen andere Aufgaben im Verein.

Als Nachfolger stellte der OFC Sascha Rausch vor. Er war ebenso wie der neue Geschäftsführer Matthias Georg zuletzt für den Regionalliga-Rivalen TSV Steinbach Haiger tätig, hatte seinen Vertrag bei den Mittelhessen aber nach drei Jahren nicht mehr verlängert.

„Alle unsere Überlegungen bei der Zusammenstellung des Trainerteams waren von Beginn an von dem Grundgedanken geleitet, René Keffel langfristig an den Verein zu binden. Wir freuen uns sehr, dass dies gelungen ist und René dem OFC in verschiedenen Funktionen erhalten bleibt“, betont Vizepräsident Peter Roth. Keffel, der aktuell noch im Urlaub auf Sizilien weilt, sagte auf Anfrage: „Ich freue mich, auf die Aufgaben, die auf mich zukommen.“

Keffel kam 1986 von Preußen Frankfurt zum OFC, mit dem er als Torhüter zahlreiche Aufs und Abs erlebte. An den Aufstiegen 1997 (in die Regionalliga) und 1999 (in die 2. Bundesliga) war er maßgeblich beteiligt. Im Unterhaus kam er sieben Mal für die Kickers zum Einsatz. Seit 2003 fungierte er als Torwarttrainer. „Für mich war es nie ein Thema, wegzugehen Der OFC ist mir ans Herz gewachsen und die Arbeit mit jungen Menschen macht mir Spaß“, hatte er kürzlich im Interview mit unserer Zeitung gesagt und betont: „Seit ich das mache, hatten wir kein Torwartproblem.“ Auf seine Zukunft angesprochen, sagte er damals: „Ich könnte mir vorstellen, andere Bereiche zu übernehmen. Irgendwann kommst du ja in ein Alter, wo es richtig weh tut.“

Keffel hatten zwischenzeitlich Knieprobleme geplagt. Eine Operation schaffte aber Abhilfe. Gleichwohl standen der ehemalige Aufstiegsheld und die Kickers „seit geraumer Zeit darüber in Gesprächen“, das Urgestein „weiterhin langfristig an den OFC zu binden“, teilte der Club mit. „Nun hat man zusammen eine sehr gute Perspektive für beide Seiten entwickeln können.“ Keffel wird demnach in der OFC-Fußballschule mitarbeiten und als Repräsentant bei Heimspielen verschiedene Aufgaben übernehmen.

Keffels Nachfolger Sascha Rausch stand einst unter anderem bei der SG Sonnenhof Großaspach und dem FC Nöttingen zwischen den Pfosten. Bevor er sich 2019 dem TSV Steinbach Haiger anschloss, hatte der gebürtige Karlsruher als Torwarttrainer in der Nachwuchsabteilung der TSG 1899 Hoffenheim gearbeitet. Beim OFC soll der 36-Jährige zudem als Bindeglied zur Torwartarbeit im Leistungszentrum fungieren.

Sascha Rausch, René Keffels Nachfolger.
Sascha Rausch, René Keffels Nachfolger. © imago

„Sascha Rausch ist nicht nur ein hervorragender Torwarttrainer, sondern hat sich beim TSV Steinbach Haiger auch in der Gegner- und Videoanalyse einen Namen gemacht“, weiß OFC-Geschäftsführer Matthias Georg. Der neue Mann werde daher in diesem Bereich eng mit Cheftrainer Alex Schmidt zusammenarbeiten. Ferner soll er „für die Weiterentwicklung unserer Torhüter sorgen sowie mit dem Cheftorwarttrainer des Leistungszentrums die Entwicklung unserer Talente fördern“, so Georg.

Noch nicht geklärt ist die Zukunft von Bernd Winter. Der ehemalige Zweitligaprofi (121 Spiele für Düsseldorf, Wolfsburg und Meppen) war 2018 als Teammanager zum OFC gekommen und hatte zudem die Fußballschule aufgebaut. Zuletzt agierte er zudem als Co-Trainer der Profis. Offenbar ist angedacht, den 50-Jährigen ebenfalls andere Aufgaben im Verein übernehmen zu lassen. (Von Christian Düncher)

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