1. Startseite
  2. Sport
  3. Kickers Offenbach

OFC-Zeugnis: Zieleniecki eine Klasse für sich bei Kickers Offenbach

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christian Düncher

Kommentare

Offenbacher Leistungsträger: Der beste Spieler des OFC, Sebastian Zieleniecki (links), bejubelt mit dem besten Torschützen Dejan Bozic (rechts) seinen einzigen Saisontreffer beim 3:1 in Bahlingen.
Offenbacher Leistungsträger: Der beste Spieler des OFC, Sebastian Zieleniecki (links), bejubelt mit dem besten Torschützen Dejan Bozic (rechts) seinen einzigen Saisontreffer beim 3:1 in Bahlingen. © hübner

Beim Abschlusszeugnis von Kickers Offenbach steht ein Dauerbrenner an der Spitze. Das sind die Noten der OFC-Spieler.

Offenbach – Er war bereits in der Winterpause der „Klassenbeste“ des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach. Auch in unserem OFC-Saisonzeugnis hat Sebastian Zieleniecki die beste Note. David Richter ragt in der „Nebenrolle“ heraus, Jayson Breitenbach und Lucas Hermes zeigen sich im Vergleich zur Halbjahresbilanz verbessert

Der Chef der besten Abwehr der Fußball-Regionalliga Südwest war vergangene Saison auch der beste Spieler der Offenbacher Kickers - gemessen an den Noten, die wir nach jeder Partie vergeben. Sebastian Zieleniecki kam zwar auf den gleichen Schnitt wie Torhüter Stephan Flauder, absolvierte aber viel mehr Partien und ist daher - wie schon in der Winterpause - der „Klassenbeste“.

Den besten Notenschnitt in der zweiten Saisonhälfte hatte ein Akteur, der nur in einem Drittel aller Saisonspiele zum Einsatz kam. Daher wird er in der Rubrik „Nebenrolle“ geführt. Einen großen Schritt machte Jayson Breitenbach.

OFC: Neuer Kapitän geht mit starken Leistungen voran

KLASSENBESTER

Sebastian Zieleniecki (35 Spiele/35 davon benotet/ein Tor). Der blonde Abwehrhüne war auch in der zweiten Saisonhälfte ein Dauerbrenner. Beim 2:0 gegen Gießen verpasste er erstmals seit seiner Verpflichtung vor zweieinhalb Jahren ein Spiel - wegen einer Gelbsperre. Agierte gewohnt kompromisslos und abgeklärt. Eigentlich zu gut für diese Liga. Note: 2,5

VORNE DABEI

Denis Huseinbasic (33/32/4). Seine zweite Saison für die Kickers-Profis war seine beste und zugleich letzte. Man darf gespannt sein, ob sich das Eigengewächs beim Erstligisten 1.FC Köln durchsetzt. Die nötige Einstellung bringt der 20-Jährige mit, ist technisch versiert und laufstark. Drei seiner vier Tore erzielte er im letzten Punktspiel gegen den FSV Frankfurt (4:0). 2,8

Jayson Breitenbach (28/25/1). Der Rückkehrer wurde als Außenverteidiger geholt, fand dort aber nicht zu seiner Form. Im Abwehrzentrum lief es dafür umso besser. Machte nach der Winterpause alle Spiele und war ein echter Leistungsträger. 2,8

Ronny Marcos (32/32/0). In der zweiten Saisonhälfte verpasste der linke Außenverteidiger keine einzige Partie. Defensiv gewohnt solide. Zeigte sich zudem verbessert beim Flanken. Bereitete in der Liga zwei Treffer vor. Auch das Zuspiel vor dem entscheidenden Eigentor im Hessenpokalfinale kam von ihm. 2,9

Dejan Bozic (32/31/12). War mit zwölf Treffern der beste OFC-Torschütze der abgelaufenen Saison, netzte nach der Winterpause allerdings nur noch viermal ein und legte zweimal auf. War zwischenzeitlich durch einen Bänderriss gehandicapt. 2,9

OFC: Verletzungspech setzt Garcia außer Tritt

IM SOLL

Rafael Garcia (24/20/5). Der Linksaußen fehlte zu Beginn der zweiten Saisonhälfte erst corona-bedingt, dann wegen einer Knieverletzung. Hatte daher 2022 nur sechs Einsätze (ein Tor). 3,0

Davud Tuma (25/13/2). Kam in der zweiten Saisonhälfte lediglich gegen Balingen nicht zum Einsatz. Jedoch oft nur Einwechselspieler. Bei allem Einsatz reichte es nicht zu einem neuen Vertragsangebot für den 26-Jährigen. 3,0

Tunay Deniz (34/32/12). Acht seiner 19 Scorerpunkte sammelte der Spielmacher 2022. In den letztlich entscheidenden Partien war er aber kein Faktor. Mit zehn Verwarnungen eifrigster Kartensammler. Sah zudem im Pokalviertelfinale Rot. Spielt künftig in der 3. Liga für Halle. 3,1

OFC: Firat gelingen zu wenige Offensivaktionen

Serkan Firat (31/24/1). Sein letztes Halbjahr bei den Kickers verlief ähnlich wie die Hinrunde. Defensiv war der 28-Jährige einer der besten Flügelspieler, vorne tat sich der Linksfuß auf der rechten Seite aber schwer. Oft zögerlich und umständlich. 3,1

Paul Milde (14/13/1). Kam in der Winterpause von Ligarivale Steinbach. Auf Anhieb Stammspieler. Gute Flanken, gutes Auge. In der Defensive kann und muss er sich aber noch steigern. 3,2

Osarenren Okungbowa (29/25/3). In den ersten sechs Partien des Jahres verletzt, nicht eingesetzt oder lediglich eingewechselt. Überzeugte dann als Innenverteidiger und später als „Sechser“. 3,2

Mathias Fetsch (27/11/6). Im März traf der Offensivspieler in drei Partien in Folge je einmal, pendelte aber weiterhin zwischen Bank und Startelf. Verletzt sich gegen Ende der Saison und wurde sich dann mit dem OFC nicht über einen neuen Vertrag einig. 3,2

OFC: Hosiner kann hohe Erwartungen noch nicht komplett erfüllen

LUFT NACH OBEN

Philipp Hosiner (14/14/3). Er kam im Winter als der große Hoffnungsträger von Zweitligist Dresden. Der Stürmer tat sich anfangs jedoch schwer. Acht Scorerpunkte in 14 Spielen sind ordentlich, aber ausbaufähig. 3,3

Florent Bojaj (32/24/3). Der „Krieger“ strahlte zuletzt wenig Gefahr aus. Sicher im Passspiel, wirkte aber bisweilen träge und war zudem selten an entscheidenden Offensivaktionen beteiligt. 3,3

Lucas Hermes (31/13/5). 23 Mal eingewechselt. Das ist interner Rekord. Die ausbaufähige Note ist der ersten Saisonhälfte geschuldet. Sieben seiner neun Scorerpunkte sammelte er 2022. Auch deshalb hat der OFC mit dem 22-jährigen Offensivmann verlängert. 3,3

Sicherer Rückhalt: David Richter blieb in der Liga bei acht seiner zwölf Einsätze ohne Gegentor.
Sicherer Rückhalt: David Richter blieb in der Liga bei acht seiner zwölf Einsätze ohne Gegentor. © hübner

OFC: Torhüter Richter wird sofort zur Kultfigur

NEBENROLLE

David Richter (12/11/0). Das erste Spiel nach der Verletzung von Stammkeeper Flauder verpasste er corona-bedingt. Danach ein starker Ersatz, nicht nur sportlich (acht Mal ohne Gegentor), sondern auch von seiner Art her. Hat bereits Kultstatus. 2,0

Mateo Andacic (6/3/1). Gab am 27. Spieltag sein Startelf-Debüt. Machte seine Sache in Walldorf als Teil der Dreierkette gut und erzielte sogar ein Tor. Spielte danach aber nur noch viermal. 2,3

Stephan Flauder (24/24/0). Kassierte in Hoffenheim ein Gegentor per Flatterball aus der Distanz. An ihm lag es jedoch nicht, dass der OFC aus den ersten drei Spielen 2022 nur einen Punk holte. Brach sich gegen Kassel das Schien- und Wadenbein, fehlte somit in den letzten zwölf Spielen. Bekam kein neues Vertragsangebot. 2,5

Elsamed Ramaj (22/2/1). In der zweiten Hälfte der Saison achtmal eingewechselt. Null Torbeteiligungen. Zu wenig für einen offensiven Außen. Versucht sein Glück nun bei Alemannia Aachen. 2,8

OFC: Fan-Liebling Vetter verletzungsbedingt nur selten im Einsatz

Maik Vetter (19/19/1). Der dienstälteste OFC-Profi (seit 2014 im Verein) verletzte sich im ersten Spiel nach der Winterpause schwer an den Adduktoren. Kam nur im letzten Punktspiel sowie im Pokalhalbfinale (jeweils gegen seinen Ex-Verein FSV Frankfurt) zum Einsatz. 2,9

Angelo Tramontana (1/1/0). Das Eigengewächs hatte nur einen Einsatz: in Walldorf. Machte seine Sache dort im Tor beim 2:1 ordentlich. 3,0

Almin Mesanovic (3/0/0). Obwohl auch noch kommende Saison für die U19 spielberechtigt, kam das hoffnungsvolle Mittelfeldtalent bereits in der abgelaufenen Runde bereits zu drei Kurzeinsätzen. Soll einen Profivertrag erhalten und weiter herangeführt werden

ZUSCHAUER

Malte Karbstein, Elia Soriano und Moody Chana kamen alle verletzungsbedingt nach der Winterpause nicht mehr zum Einsatz. Von allen hat sich der OFC getrennt, ebenso wie von Christian Stark, der in der zweiten Hälfte der Saison nur Ersatz war. Auch zwei Talente spielten 2022 keine Sekunde. Während der zentrale Abwehrspieler Enes Zengin zur Spvgg. Greuther Fürth II (Regionalliga Bayern) gewechselt ist, bleibt Außenverteidiger Vincent Moreno beim OFC. (Von Christian Düncher)

Auch interessant

Kommentare