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Aus beim OFC: Sobotzik muss gehen, Nachfolger steht fest - Trainer Ristic wartet ab

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Von: Christian Düncher

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Freude über den Pokalsieg: Thomas Sobotzik (rechts) mit Trainer Sreto Ristic.
Freude über den Pokalsieg: Thomas Sobotzik (rechts) mit Trainer Sreto Ristic. © Hübner

Geschäftsführer Thomas Sobotzik muss die Kickers Offenbach verlassen. Matthias Georg soll sein Nachfolger werden. Aller Voraussicht nach wird auch Trainer Sreto Ristic entlassen.

Offenbach – Auch der erstmalige Einzug in den DFB-Pokal nach sechsjähriger Abstinenz hat Thomas Sobotzik nicht mehr den Job gerettet. Als der Geschäftsführer der Kickers Offenbach am Samstag nach dem 1:0 (1:0)-Finalsieg gegen den TSV Steinbach Haiger mit der Mannschaft ausgelassen den Hessenpokalgewinn feierte, gab er sich noch unwissend. Er würde seine im November 2019 begonnene „erfolgreiche Arbeit gerne fortsetzen“, sagte der Ex-Profi.

Aber das müssten andere entscheiden. Beim OFC ist das Präsident und Aufsichtsratschef Joachim Wagner und der hatte zu diesem Zeitpunkt schon einen Schlussstrich gezogen. Die Differenzen waren längst unüberbrückbar. Vereinsführung sowie Sponsoren und Investoren hatten sich angesichts der enormen finanziellen Aufwendungen mehr erhofft als Platz drei. Auch zwischenmenschlich hatte es zuletzt gewaltig geknirscht.

OFC: Neuer Geschäftsführer war am Samstag noch beim Finalgegner tätig

Am Montag soll auf einer Pressekonferenz der neue Geschäftsführer vorgestellt werden und das ist pikanterweise Matthias Georg, der am Samstag noch in gleicher Funktion für den Finalgegner tätig war, aber seinen Abschied bereits vor dem Finale verkündet hatte. Er soll sogar schon in die Personalplanung involviert sein. Sobotzik ist bei dem Thema jedenfalls raus. Auf die Frage, welche Spieler den Verein verlassen werden, sagte er: „Da bin ich nicht der richtige Ansprechpartner.“ Am Samstag hatte er längst geahnt, dass seine Zeit beim OFC vorbei ist: „An mich wurde ja einiges herangetragen.“

Außer Sobotzik muss aller Voraussicht nach auch Trainer Sreto Ristic gehen. Beide hatten ihre Verträge erst im Winter ligaunabhängig verlängert. „Darauf habe ich keinen Einfluss“, sagte Ristic auf die Frage nach seiner Zukunft und brach erneut eine Lanze für seine Spieler. „Die Mannschaft hat Charakter gezeigt, so wie sie es die gesamte Saison über gemacht hat.“ Und weiter: „Ich bin einfach nur glücklich, dass der Verein nächste Saison im DFB-Pokal spielt“, Dass er dann Trainer sein wird, erscheint ausgeschlossen. (Christian Düncher)

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