Kickers Offenbach

Regionalliga Südwest abgebrochen: Saison für OFC beendet

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So leer bleibt es im Stadion der Offenbacher Kickers vermutlich bis zum Spätsommer: Die Regionalliga Südwest hat die Saison 2019/2020 abgebrochen. 

Der Saison-Abbruch in der Regionalliga Südwest ist offiziell. Die Offenbacher Kickers spielen nicht mehr. 

Update vom Dienstag, 26.05.2020, 21.41 Uhr: Es hatte sich angedeutet, nun ist es offiziell. Für Kickers Offenbach ist die Spielzeit 2019/2020 beendet. Die Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest wird abgebrochen. Das haben die Gesellschafterversammlung der Regionalliga Südwest GbR und die Spielkommission soeben entschieden. 

Meister ist damit der 1. FC Saarbrücken. Es wird keine Absteiger geben, aber insgesamt vier Aufsteiger. Aus Hessen steigt neben Eintracht Stadtallendorf auch der KSV Hessen Kassel auf. 

jm

Quo vadis, Kickers Offenbach? Regionalliga Südwest vor Saison-Abbruch

Erstmeldung vom Dienstag, 12.05.2020, 22.16 Uhr: Offenbach – Die Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest wird nicht fortgesetzt. Das ist das Ergebnis der vierten Videokonferenz der Vereinsvertreter. Auch wenn das von offizieller Seite, also vom Südwest-Verband, noch nicht bestätigt wird.

Zumindest steht schon fest, dass die endgültige Entscheidung, wie es in der Regionalliga weitergeht, frühestens nach dem außerordentlichen DFB-Bundestag am 25. Mai fallen wird. Dort wird über den Antrag des Saarländischen Verbandes, eine zweigeteilte 3. Liga mit 36 Vereinen zu installieren, abgestimmt. Die Einführung dieser Spielklasse hätte gravierende Auswirkungen auf die Regionalligen. Sowohl was den Aufstieg betrifft, unter anderem sind Kickers Offenbach und der FSV Frankfurt als Drittliga-Kandidaten in der Projektplanung aufgeführt, als auch was die Einteilung unterhalb der 3. Liga betrifft.

Wobei die Regionalliga Südwest noch von einer besonderen Problematik betroffen ist. Denn in dieser Liga sind Vereine aus fünf Bundesländern und sieben Verbänden vertreten, was die Neuordnung zu einem diffizilen Puzzle werden ließe.

Auf der Konferenz gestern, die knapp zwei Stunden dauerte, waren sich die Vereine so weit einig, dass Geisterspiele unter den jetzigen Vorgaben nicht durchführbar sind und dass die Saison in der Regionalliga auf keinen Fall über den 30. Juni verlängert werden soll.

Das sind zwar keine rechtlich bindenden Entscheidungen. Aber Sascha Döther, Geschäftsführer der Regionalliga Südwest, erklärte gegenüber unserer Zeitung: „Wir als Ligaträger werden uns da schon nach den Wünschen der Vereine richten.“

Regionalliga Südwest: Saison-Abbruch ist riesige Herausforderung

Das Zeitfenster zwischen dem DFB-Bundestag am 25. Mai und dem Saisonende 30. Juni ist angesichts von zwölf ausstehenden Spieltagen so klein, dass eine Fortsetzung, realistisch betrachtet, unmöglich sein wird. Allerdings will und darf die Regionalliga-Geschäftsführung aus haftungstechnischen Gründen einen Saisonabbruch zum jetzigen Zeitpunkt nicht offen kommunizieren.

Die Haftungsfrage beschäftigt Vereine und Verbände schon seit Wochen. Es wurden diverse Rechtsgutachten eingeholt, wer für den Einnahmeausfall der Vereine aufkommen wird.

Auch die Wertung der laufenden Saison wird seit Wochen diskutiert, ohne dass man offiziell ein Ergebnis bekannt gibt. „Auch dabei sind wir seit Wochen im Austausch. Aber diese Situation ist in der Spielordnung nun einmal nicht geregelt und daher natürlich interpretierfähig“, sagte Sascha Döther. Auf der gestrigen Sitzung haben sich die Vereine für den Vorschlag ausgesprochen, die Tabelle nach der Koeffizientenregelung zu berechnen und auf Absteiger zu verzichten, was den stark gefährdeten hessischen Vertretern FSV Frankfurt und FC Gießen ein weiteres Regionalligajahr garantieren würde, Meister und Aufsteiger wäre dann der 1. FC Saarbrücken. Über einen Termin für den Start der Saison 2020/21, die möglicherweise mit 22 Vereinen spielen muss, kann man sich auch erst nach der Entscheidung des DFB-Bundestages einigen.

Kickers Offenbach: Sobotzik lehnt Verlängerung der Saison ab

„Grundsätzlich begrüßen wir, dass die Saison nicht über den 30. Juni verlängert werden soll. Denn das wäre gar nicht umzusetzen“, sagte Kickers-Geschäftsführer Thomas Sobotzik und ergänzte: „Natürlich würden wir gerne noch spielen, aber wenn der Verband das als unmöglich ansieht, müssen wir uns dem fügen. Aber man muss natürlich abwarten, welche Folgen ein Saisonende hat.“

Den Kickers würden die Einnahmen aus sieben Heimspielen fehlen. „Und grundsätzlich“, so Sobotzik, „muss ein Schaden ausgeglichen werden. Von dem, der ihn verursacht hat.“ Das zu klären, könnte allerdings noch eine schwierige Angelegenheit werden.

Von Jochen Koch

Der OFC krempelt kräftig um. Trainer und Geschäftsführer zeigen, dass sie nicht allzu viel von der Kaderplanung ihrer Vorgänger halten. Von 13 Neuzugängen im Kader der Kickers sind schon 10 wieder weg.

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