Training bei 40 Grad

So bereiten sich die Kickers auf die große Sahara-Hitze vor

Wasserflaschen als Hantelersatz: Für den neuen OFC-Torwart Mario Seidel und seine Kollegen standen gestern auch Fitnessübungen auf dem Trainingsplan. Foto: hübner

Für die kommende Woche sagt der Deutsche Wetterdienst Temperaturen um die 40 Grad voraus. Die Offenbacher Kickers (OFC) passen ihren Trainingsplan an. 

Offenbach – Die zwei Gartenduschen, die Teammanager Bernd Winter und Sportdirektor Sead Mehic am Vortag am Zaun des Trainingsplatzes aufgehängt hatten, um im Extremfall für Erfrischung zu sorgen, blieben gestern Vormittag aus.

Die Temperaturen waren bei der ersten Übungseinheit des Tages mit knapp 20 Grad moderat. Ins Schwitzen kamen die Regionalliga-Fußballer der Offenbacher Kickers dennoch. Trainer Daniel Steuernagel hatte sie für knapp zwei Stunden auf den Platz gebeten.

Video: OFC ist bereit für die Sahara-Hitze

„Bergsteiger, auf geht’s“, rief der Coach der einen Hälfte des Kaders zu, die im Halbschatten auf Fitness-Matten trainierte, während der Rest mit Ball übte – bis gewechselt wurde. Bergsteiger, das ist nicht der Name eines Testspielers, sondern der einer Übung, bei der man aus der Liegestützposition heraus in einer Sprungbewegung das rechte und linke Knie abwechselnd in Richtung Brust zieht. Auch Wasserflaschen aus Plastik kamen zum Einsatz – als Hantelersatz. „Ich habe überprüft, ob auch alle Flaschen voll sind“, scherzte Steuernagel.

OFC: Die Einheiten müssen bei Hitze kürzer werden

Mit der körperlichen Verfassung seiner Spieler ist der Trainer zufrieden. „Jeder hatte einen Übergangstrainingsplan, die Grundlagen waren insofern schon gelegt. Der eine oder andere muss aufgrund der längeren Saison eventuell etwas nachholen. Dennoch sind alle auf einem Stand, sodass wird sofort alles mit Ball trainieren können“, erklärte der 39-Jährige. Man werde gleichwohl versuchen, „alle Elemente auf die Einheiten zu verteilen“, also nicht nur Umschaltspiel oder nur Ballbesitz zu üben. Das Krafttraining wurde umgestellt und mit Cardio (ausdauernde Bewegungseinheiten) ergänzt, „sodass die Einheiten etwas kurzer werden, auch aufgrund der Hitze, die jetzt kommt“, so der Trainer.

Fast 40 Grad heiß soll es in der kommenden Woche werden. Das beschäftigt auch die Spieler. Zugang Kevin Pezzoni habe den Coach bereits gefragt, „wie wir das machen, wenn die große Sahara-Hitze kommt“. Die Antwort: „Wir werden früher trainieren und schauen, ob wir nachmittags überhaupt trainieren – oder die Einheiten ins kühlere Stadion verlegen.“

Ob dann auch noch Bastian Kurz dabei sein wird, ist offen. Der vielseitig einsetzbare Offensivspieler, dessen Vertrag beim FC Augsburg II (Regionalliga Bayern) ausläuft, trainierte auch gestern mit. Steuernagel machte keinen Hehl daraus, dass er den 22-Jährigen, der 2017/18 für RW Erfurt 23-mal in der 3. Liga im Einsatz war, für einen interessanten Akteur hält. „Er kann außen und auf der Zehn Spielen“, erklärte der Trainer. Und er fällt noch unter die U23-Regel, entspricht damit den Suchkriterien des OFC. Eine Entscheidung fiel gestern aber noch nicht. Gut möglich, dass Kurz in den Tests beim FSV Groß-Zimmern (Samstag, 16 Uhr) und SSV Lindheim (Sonntag, 15 Uhr) genauer unter die Lupe genommen werden soll.

VON CHRISTIAN DÜNCHER

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