2:1-Sieg im Regionalligavergleich gegen Viktoria Aschaffenburg

Offenbacher Kickers kommen langsam in die Spur

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Da waren die zwei Lucas noch unverletzt. Der Offenbacher Lucas Albrecht (links) und der Aschaffenburger Lucas Oppermann (Zweiter von links) stießen bei einem Kopfballduell mit den Köpfen zusammen. Oppermann konnte weiterspielen, Albrecht musste mit eine dicken Beule und Brummschädel ausgewechselt werden. Rechts neben Oppermann Dren Hodja, ganz rechts Benjamin Kirchhoff.

Kahl – Nach dem zähen Vorbereitungsstart mit mäßigen Testspielergebnissen (0:2 gegen Siegen, 1:1 gegen Flieden), mit einigen Verletzungen und Erkrankungen, mit mehreren Testspielern im Training und mit den üblichen Last-minute-Transferbemühungen, kommen die Offenbacher Kickers langsam in die Spur. Von Jochen Koch

Dem 3:0-Sieg gegen den Hessenliga-Zweiten Bayern Alzenau folgte am Samstag ein 2:1-Erfolg gegen den Bayern-Regionalligisten Viktoria Aschaffenburg.

Sie spielen zwar beide Regionalliga, aber die Voraussetzungen sind völlig unterschiedlich. Die Kickers sind mit Vollprofis Vierter im Südwesten. Die Viktoria kann sich keine Profis leisten, und kämpft mit einem Etat, der etwa ein Drittel des OFC-Budgets (1,4 Millionen) beträgt, als Tabellenzehnter in Bayern um den Klassenerhalt. So wie es aussieht, werden die beiden Clubs, die in den 80er Jahren gemeinsam in der 2. Liga spielten, auch nächste Saison viertklassig bleiben.

„Das war ein guter Test. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir den Ball gut laufen lassen. Da hätten wir noch mehr Tore erzielen müssen. Zweite Halbzeit ist das Niveau etwas abgeflacht“, war Daniel Steuernagel „insgesamt zufrieden.“ Der Kickers-Trainer hat in seiner zweiten Vorbereitungsphase in Offenbach einiges umgestellt. Die Taktik wird noch intensiver hin zum Gegenpressing und Umschaltspiel forciert.

Wobei Steuernagel nicht nur ein System spielen lassen will. In Kahl begannen die Kickers mit einem leicht veränderten 4-4-2-System, in dem die Außenspieler Luka Garic (links) und Maik Vetter immer wieder ins Zentrum stießen, um den Außenverteidigern Jan-Hendrik Marx (deutlich verbessert gegenüber der Hinrunde) und Julian Scheffler Raum für Vorstöße zu öffnen, oder im Zentrum selbst zum Abschluss zu kommen.

Im Offensivpressing sind einige Abläufe offensichtlich noch nicht zu 100 Prozent abgestimmt. So hatten die Aschaffenburger gerade in der Anfangsphase zu viele Torchancen, die Sebastian Brune im OFC-Tor aber ganz stark vereitelte. Auch beim Spiel mit Ball ist noch einiges zu verfeinern. Die beiden OFC-Tore fielen nach Standardsituationen. Die enorme Entwicklung des erst 18-jährigen Luka Garic demonstriert die Beförderung zum Freistoßschützen Nummer eins.

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„Er hat die beste Schusstechnik“, sagt Steuernagel und wurde durch den Kunstschuss des Linksfußes aus 22 Metern zum 2:0 bestätigt. In der zweiten Halbzeit ließ Steuernagel wieder einmal die Dreier- bzw. Fünferkette in der Defensive spielen. Auffällig dabei, dass das Offensivpressing nicht gut funktionierte. Durch mangelhafte Abstimmung im zentralen Mittelfeld eröffneten die Kickers der Aschaffenburger 1b-Mannschaft (die Viktoria hatte in der Pause neun Spieler ausgewechselt) zu viele Kontermöglichkeiten. „Unser Problem war, dass nicht alle Spieler in der Defensive mitgearbeitet haben“, sagte Steuernagel und versprach Abhilfe. „Das müssen und werden wir verbessern.“

Kickers Offenbach: Brune - Marx, Albrecht (30. Lovric), Kirchhoff, Scheffler - Vetter (46. Firat), Sawada (46. Gohlke), Hodja, Garic (46. Ikpide) - Hecht-Zirpel (46. Akgöz), Hirst

Tore: 0:1 Sawada (17.), 0:2 Garic (30.), 1:2 Harrer (83.) - Zuschauer: 300

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