Offenbacher Kickers

Offenbach-Derby in der Vorbereitung - VfB trifft auf OFC 

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Andreas Griesenbruch: OFC-Fan und VfB-Präsident.

Für den VfB Offenbach ist es der absolute Höhepunkt der Saisonvorbereitung, für die Offenbacher Kickers lediglich eine Pflichtaufgabe vor der Generalprobe.

Offenbach – „Eine Dauerkarte habe ich nur beim VfB“, sagt Griesenbruch grinsend. „Wer aber wie ich nur 700 Meter vom Bieberer Berg entfernt wohnt und dort regelmäßig vorbei kommt, der geht zum OFC und freut sich, wenn es gut läuft.“ Das klingt distanzierter als es ist. 1997 war Griesenbruch als dritter Torwart im OFC-Kader – ohne Einsatz. „Ich kam nicht an Rene Keffel ran“, gibt er zu. Beide sind immer noch gut befreundet, waren 2015 gemeinsam mit dem OFC im Trainingslager: Griesenbruch als Fan, Keffel als Torwarttrainer.

Nach einem Jahr ging es für den „Langen“ weiter zur Aschaffenburger Viktoria, mit der er in der Hessenliga sowie bei einem Hallenturnier auf die Kickers traf. „Das ist aber schon viele Monde her“, scherzt er. Griesenbruch hat seine Handschuhe längst an den Nagel gehängt. Seit 2016 führt er als Vorsitzender den VfB Offenbach. Zu den größten Erfolgen des Kreisoberligisten zählt der Gewinn der Hallen-Stadtmeisterschaft 2019. Als Preis gibt es für den Sieger neuerdings neben dem Pokal ein Testspiel gegen den OFC. „Ich finde die Idee gut. Das fördert die Nähe zwischen den Vereinen. Und vor allem der OFC benötigt diese Nähe“, meint Griesenbruch. „Wir sind der Vorreiter. Mal sehen, wie das ankommt. Falls sich die Sache für die Vereine rechnet, denke ich, dass das bei den Stadtmeisterschaften ein zusätzlicher Anreiz sein wird.“

OFC: Testspiel gegen Rot-Weiß Essen steht an

Dass die Begegnung für den OFC, der am Samstag (16 Uhr) noch mal bei Rot-Weiß Essen testet, die „vorletzte Generalprobe“ (Griesenbruch) ist, mache die Partie noch interessanter, betont der VfB-Boss. „Eine Woche vor dem Start der Regionalliga will man als Fan natürlich wissen, wie die Kickers drauf sind und was sie können“, deutet der „Lange“ an, dass er genau hinschauen wird. Aber auch die Spieler des VfB wollen sich zeigen. „Die Partie wird für sie von Tag zu Tag präsenter. Wer bekommt schon mal die Chance, gegen einen Regionalligisten zu spielen?“

Die Vorbereitung auf das Nachbarduell (Griesenbruch: „Die Kickers können umgezogen zu uns runter kommen“) laufen seit Wochen. „Es gibt viel zu berücksichtigen. Brauchen wir einen Bierwagen? Wie viele Würste werden benötigt? Ist eine Kasse ausreichend oder besser zwei? Aber das macht es zu etwas Speziellem“, meint der VfB-Boss, der sich besonders darüber freut, dass am „Wunschtermin“ gespielt werden kann: „Freitagabend, Wochenende. Die Sonne wird kühler, der Durst größer.“

Ein Fußballfest soll es werden am Bierbrauerweg. „Es wäre schön, wenn wir das Ergebnis so gering wie möglich halten. Aber in erster Linie sollen die Jungs das Spiel genießen“, sagt Griesenbruch und hat noch einen Wunsch: „Vielleicht wird dieses Duell ja eine feste Institution.“

VON CHRISTIAN DÜNCHER

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