Offenbacher Kickers

Sead Mehic: „Wir sind gut vorbereitet“ 

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Überraschend nah dran: Der 19-jährige Jakob Lemmer (rechts), hier gegen Leo Süveges beim 12:0-Testspielsieg beim VfB Offenbach, machte in der Vorbereitung auf der rechten Außenbahn auf sich aufmerksam.

Die Offenbacher Kickers sind auch im letzten Vorbereitungsspiel auf die neue Spielzeit ungeschlagen geblieben. Sead Mehic zieht ein positives Fazit.

Offenbach – „Wir haben wichtige Erkenntnisse gewonnen – und sind gut vorbereitet“, sagte der OFC-Sportdirektor mit Blick auf die am Montag, 29. Juli (20. 15 Uhr/Sport1), mit dem Heimspiel gegen den SSV Ulm 1846 startende Saison.

18 Stunden vor dem Kickers-Tag am Offenbacher Wilhelmsplatz (Bericht im Lokalteil) war der Tross um Trainer Daniel Steuernagel am Samstag in Essen zuversichtlich in den Mannschaftsbus gestiegen. Vor 3707 Zuschauern - unter ihnen 200 Kickers-Anhänger - hatte der OFC auch in seinem dritten Härtetest nach dem 1:1 gegen Zweitliga-Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden und dem 3:2 gegen den englischen Drittligisten AFC Wimbledon gute Ansätze gezeigt. Die Mehrzahl allerdings erst nach der Pause.

Denn die Kickers waren durch den Handelfmeter von Andis Shala (8.) früh in Führung gegangen und hatten durch Kevin Pezzonis Lattenkopfball eine weitere gute Chance (30.). Sie offenbarten gegen mutige und aggressive Essener aber einige Abstimmungsschwierigkeiten.

"Haben uns nach vorne zu wenig getraut"

„Vor den Gegentoren hatten wir keinen guten Zugriff, zudem haben wir uns nach vorne zu wenig getraut“, monierte Mehic, relativierte jedoch umgehend: „Wir haben viele neue Spieler, dass da die Abläufe noch nicht hundertprozentig stimmen, ist normal. Daran werden wir arbeiten.“ Wichtiger waren Mehic die positiven Aspekte: „Die Mannschaft ist sehr willig, es wird viel miteinander geredet.“ Und das neue Team, in dem nur Francesco Lovric (Muskelfaserriss) und Leonidas Tiliudis (Schambeinentzündung) fehlten, ist gewillt, Reaktionen zu zeigen.

OFC feiert mit Fans den Kickerstag - Bilder

Wie schon gegen Wehen und Wimbledon kamen die Kickers zurück ins Spiel. Moritz Reinhard traf in der 58. Minute nach entschlossenem Nachsetzen von Maik Vetter zum 2:2. Reinhard, der in den drei ernsthaften Tests gegen Wiesbaden, Wimbledon und Essen je einmal traf, unterstrich damit seine Ambitionen auf einen Platz im Angriff. Der 23-Jährige, im Winter vom Fuldaer Gruppenligisten SG Elters gekommen, gehört zu jenen jungen Spielern, die nah dran sind an der Stammelf. Dazu zählt überraschend auch der aus der A-Jugend hochgezogene Jakob Lemmer. Der 19-Jährige gefiel in der Vorbereitung auf der rechten Außenbahn mit forschem Drang nach vorne.

Wer ist die Nummer eins im Tor der Offenbacher Kickers?

Erst in dieser Woche entscheiden sich die letzten zwei offenen Fragen: Wer ist die Nummer eins im Tor und wer wird Kapitän?

In Essen standen der frühere Elversberger Dominik Draband (Mehic: „Er war an den Gegentoren schuldlos“) und der Ex-Magdeburger Mario Seidel („Er hatte zwei richtig gute Aktionen“) je eine Hälfte im Tor. „Beide haben eine richtig gute Vorbereitung gespielt, da wird sich der Trainer schwer tun, eine Entscheidung zu treffen. Aber genau das wollten wir ja“, meinte Mehic.

Die Antwort auf die Frage nach dem neuen Kapitän scheint hingegen klar, auch wenn Mehic betonte, dass der Trainer noch keine Entscheidung gefällt habe. In Essen lief der vom Zweitliga-Absteiger 1. FC Magdeburg gekommene Zugang Richard Weil mit der Binde auf – obwohl Maik Vetter ebenfalls in der Startelf stand. „Er übernimmt gerne Verantwortung, er lenkt und ordnet, er ist ein Führungsspieler“, lobt Mehic den 31-jährigen Weil.

Kickers Offenbach: Draband (46. Seidel) - Schikora, Albrecht, Pezzoni, Marcos - Vetter (89. Ikpide), Weil, Garic, Pyysalo (69. Lemmer) - Shala (46. Daghfous), Reinhard (77. Rodas)

Zuschauer: 3707 - Tore: 0:1 Shala (8./Handelfmeter), 1:1 Kefkir (30. Handelfmeter), 2:1 Dahmani (45.), 2:2 Reinhard (58.)

Von Jörg Moll

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