Ibrahimovic, Zaubermaus und Quarterback

Das sind die erfolgreichen U19-Spieler des OFC

Die erfolgreicher OFC-U19, hinten von links: Leo Heustadtler (Physiotherapeut), Marco Boras, Visar Gashi, Gian-Luca Klahr, Denis Huseinbasic, Dino Kurbegovic, Julian Böhm, Tristan Hein, Leon Wronski, Steven Kessler (Trainer), Romina Kessler (Teambetreuerin). Knieend von links: Leonidas Tiliudis, Youness Breir, Jakob Lemmer, Marc-André Nopp, Kevin Kröger, Liam Rudolfi, Alfonso Todisco (Co-Trainer), Angelo Tramontana. Sitzend von links: Giorgi Veleanu, Edmond Latifi, Liridon Krasniq, Giuseppe Signorelli, Luciano Pepe, Ronaldo Dos Santos Ferreira. Liegend: Rasim Bulic. Foto: Uwe kleist

Hessenmeister und Hessenpokalsieger: Sie haben alles erreicht, was man als A-Junioren erreichen kann. Das sind die U19-Spieler des OFC.

Offenbach – Sie haben alles erreicht, was man in der abgelaufenen Spielzeit erreichen konnte: Kickers Offenbachs U19-Fußballer gewannen die Hessenmeisterschaft und den Hessenpokal und setzten sich als i-Tüpfelchen noch in den Aufstiegsspielen zur Bundesliga durch.

Wir stellen die erfolgreichen A-Junioren der Kickers einzeln vor.

TOR

Gian-Luca Klahr: Kam vor der Saison von der SG Rosenhöhe zurück. War Nummer eins, bis er sich verletzte. Seine Einwechslung kurz vor dem Ende des Aufstiegsrückspiels gegen Elversberg war laut Trainer Steven Kessler ein „Dank und Zeichen der Wertschätzung“. Geht.

Angelo Tramontana: Spielte zuvor für RW Frankfurt (Verbandsliga). Übte regelmäßig mit den Profis und hat sich auch deshalb „sukzessive verbessert“, so Kessler. „War in der Endphase der Saison da, als er gebraucht wurde.“ Im italienischen Lokal seiner Eltern in Frankfurt feierte das Team mehrfach. Bleibt.

Sandro Kerber und Robin Reinhard: Die U17-Torhüter halfen aus, als Klahr verletzt war. Kamen je einmal im Pokal zum Einsatz. „Sandro hat eine gute Strafraumbeherrschung, Robin ist stark auf der Linie“, sagt der Trainer.

ABWEHR

Marco Boras: Der kroatische Koloss (1,98 Meter) ging nicht nur im entscheidenden Aufstiegsspiel als dreifacher Torschütze voran. „Er ist ein echter Leader“, lobt Kessler den Innenverteidiger als „eine der Säulen des Teams“. Gehört zum jüngeren Jahrgang.

Visar Gashi: Bildete mit Boras das Abwehrzentrum. „Sie sind wie die Bank von England: schwer zu knacken“, so Kessler. Kam im Februar 2018 vom SV Wehen Wiesbaden. „Er ist wie ein großer Bruder, passt auf alle auf.“

Tristan Hein: Der Rechtsverteidiger spielt seit der E-Jugend für den OFC. Wurde im Februar operiert und kam daher in der Rückrunde nicht mehr zum Einsatz. Bleibt.

Lennard Klopstock: War Innenverteidiger Nummer drei. Ging im Winter. „Ein hochintelligenter Typ, zog die Schule dem Leistungsfußball vor“, erklärt der Trainer.

Kevin Kröger: „Technisch starker Linksfuß, der auch offensiv spielen kann. Will alles mit Köpfchen machen. Wir werden an ihm Spaß haben“, ist Kessler überzeugt.

Marc-André Nopp: Spielte als „bester Rechtsverteidiger der Liga“ eine „Bombensaison“, lobt der Coach. Spielt künftig für den SC Hessen Dreieich. „Hessenliga traue ich ihm auf jeden Fall zu“, meint Kessler.

Giorgi Veleanu: Linksverteidiger. Offensiv nicht so stark wie Nopp, dafür ein extremer Kämpfer. Kessler: „Er braucht die Reibereien.“ Geht.

Andreas Wehner: Nicht erste Wahl. Wollte sich daher lieber auf seine Ausbildung konzentrieren. Verließ die Kickers im Februar.

Dino-Samuel Kurbegovic: Er kam im Winter als Klopstock-Ersatz. War vereinslos, davor Mainz 05. „Ein robuster Zweikämpfer, der laut wird, wenn jemand nicht nach hinten arbeitet“, so Kessler. „Trägt alles: Tore, Material, Wasser.“

Adrian Alvarez: Rechtsverteidiger der U17. Ein ähnlicher Typ wie Nopp. Schnell und giftig. „Wir werden mit ihm perspektivisch viel Spaß haben“, meint der Trainer.

MITTELFELD

Julian Böhm: Rechtsaußen, Perspektivspieler. Vertrat Jakob Lemmer, als dieser verletzt war, gut. Fehlte im Aufstiegsrückspiel, weil er auf Klassenfahrt war.

Youness Breir: Backup für die Sechser-Position. Fiel in der Hinrunde ein halbes Jahr verletzt aus. Kämpfte sich in der Rückrunde ran, hatte jedoch zu starke Konkurrenz.

Rasim Bulic: „Unser Ibrahimovic“, sagt Kessler über den Schlacks, der von der SG Rosenhöhe kam und nie um einen Spruch verlegen ist. „Er ist wie Frankreichs Sechser N’Golo Kanté: 70 Prozent der Erde sind von Wasser bedeckt, der Rest von ihm. Geht über Grenzen, um zu gewinnen. Fällt nach jedem Spiel fix und fertig ins Bett.“ Spielte zuletzt bei Regionalligist 1. FC Saarbrücken vor.

Ronaldo Dos Santos Ferreira: Den Linksaußen, der auch auf der Zehn spielen kann, nennt der Coach „unsere kleine Zaubermaus“. Kann den finalen Pass spielen, hat einen guten Abschluss. „Macht oft zu viel Spaß, braucht dann einen Tritt in den Hintern.“ Gehört zum jüngeren Jahrgang.

Denis Huseinbasic: Kam als Achter aus der U17 von Eintracht Frankfurt, inzwischen Zehner. Will Profi werden, ist extrem ehrgeizig. „Er ärgert sich, wenn er im Test nur eine Halbzeit spielt“, so Kessler. „Macht wenig Fehler, ist groß, schnell, laufstark und hat einen guten Abschluss.“ Im Aufstiegshinspiel erzielte er beide Tore. Bleibt.

Liridon Krasniq: Nach einer Kreuzband-Op musste er um den Anschluss kämpfen. Auf der Zehn, aber auch im Angriff einsetzbar. Ein Mann für außergewöhnliche Aktionen. Kessler: „Macht Dinge, auf die keiner kommt.“ Wohnt in Gießen. Geht, da er zum älteren Jahrgang zählt.

Edmond Latifi: Kam vor zwei Jahren aus Mainz. Außen und Zehner mit Offensivdrang. Zwischenzeitlich verletzt. Traf beim 6:0 im Pokalspiel in Biebrich dreimal.

Jakob Lemmer: Laut Kessler der kompletteste Spieler im Kader: „Bringt alles mit. Muss nur sein Kopfballspiel noch verbessern. Ohne Verletzung hätte er eher 25 statt 17 Tore erzielt. Dass er zu den Profis aufrückt, ist sehr verdient.“

Laim Rudolfi: Der Ex-Wehener riss sich im letzten Spiel der Saison 2017/18 das Kreuzband. Wurde erst im Oktober 2018 operiert, machte daher kein Spiel mehr. Geht.

Leonidas Tiliudis: Rückt wie Lemmer zu den Profis auf. Er war „unser Quarterback“, so Kessler. „Auf der Sechs Leistungsträger sowie Führungsspieler. Was er privat in Sachen Fitness und Ernährung macht, ist sehr professionell.“ Fehlte zuletzt verletzt.

Linus Dahl: Der Kapitän der U17 wurde schon mal herangeführt. „Kampfsau und Mentalitätsmonster“ (Kessler), jedoch zugleich im Spielaufbau einer der besten Akteure im gesamten Leistungszentrum.

STURM

Frederik Koernig: Der Flügelspieler hatte mit die weiteste Anfahrt. „Ist sehr organisiert. Kam aus Nieder-Olm und lernte im Zug. Hat einen privaten Athletiktrainer“, so der Trainer. Wird künftig in der Region Mainz spielen.

Giuseppe Signorelli: Spielte unter Kessler bereits in der U17 der SG Rosenhöhe. Mit rekordverdächtigen 42 Treffern Schützenkönig der Liga. „Er hat einen Torinstinkt sowie einen guten Abschluss. Ist sehr professionell und tat auch in der Schule alles, um zweigleisig zu fahren. Hat das Zeug, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.“ Wird das bei 1899 Hoffenheim II (Regionalliga) versuchen.

Leon Wronski: „Ein Teamplayer. Pfeilschnell, auf den Flügeln und als Zehner einsetzbar“, sagt Kessler. Geht wohl.

VON CHRISTIAN DÜNCHER

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