Offenbacher Kickers

OFC: Torwartfrage steht vor der Entscheidung - Wer wird die Nummer 1?

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Szene mit Symbolkraft: Die aktive Fanszene der Offenbacher Kickers übergab dem OFC-Mannschaftsrat (in Trikots von links) mit Lucas Albrecht, dem neuen Kapitän Richard Weil, Maik Vetter, Kevin Pezzoni und Luka Garic eine Spielführerbinde. Darauf steht unten „Ihr auf dem Platz, wir auf den Rängen“ und oben die Attribute: Mut, Kampfgeist, Leidenschaft.

Die Offenbacher Kickers gehen mit Richard Weil als Kapitän in die neue Saison. Der Zugang vom 1. FC Magdeburg wird den Fußball-Regionalligisten am Montag (20. 15 Uhr/Sport1) erstmals aufs Feld führen.

Offenbach - „Es reicht jetzt mit Vorbereitung“, sagt der 31-Jährige, der die Nachfolge von Benjamin Kirchhoff (wechselte zum Ligarivalen TSV Steinbach Haiger) antritt. Nach fünf Wochen Vorbereitung will Weil mit der neuformierten Mannschaft endlich im Punktspiel zeigen, was möglich ist. „Wir wollen das Trikot mit Ehre und Stolz tragen. Wir können Großes erreichen.“, sagte er.

Weil zeigte sich über die Kapitänswahl des Trainers erfreut: „Diese Aufgabe ehrt mich natürlich. Es ist eine enorme Verantwortung, aber ich habe richtig Bock darauf.“ Steuernagel selbst wollte die Entscheidung nicht zu hoch hängen, betonte stattdessen die Wichtigkeit des fünfköpfigen Mannschaftsrats, dem neben Weil und Vetter auch Kevin Pezzoni, Lucas Albrecht und Luka Garic angehören: „Das ist ein wichtiges Kontrollorgan.“ Für Weil sprach neben seinen Führungsqualitäten auch seine angedachte Position im Spiel. „Als zentraler Mittelfeldspieler kann er viel Einfluss nehmen“, betonte Steuernagel. Zudem habe er Weil als Typ kennengelernt, der „Dinge kritisch im Sinne des Erfolgs anspricht, aber die Leute auch mitnehmen kann.“

OFC: Wer wird die Nummer 1 im Tor?

Die Kapitänsfrage ist also beantwortet, erst am Wochenende wird eine weitere Frage geklärt. Wer wird die neue Nummer eins im Tor? Steuernagel kündigte für Samstag Gespräche mit den Schlussleuten an. Als Nachfolger der langjährigen Nummer eins Daniel Endres (zum Ligarivalen Bayern Alzenau) bewerben sich Dominik Draband (von der SV Elversberg gekommen) und Mario Seidel (1. FC Magdeburg). „Wir werden mit jedem Spieler bis zum Sonntag gesprochen haben“, kündigte Steuernagel an. Der Countdown auf das erste Punktspiel der Saison läuft also - und alle inklusive des Trainers verbreiten große Zuversicht. „Die Trainingssteuerung ist so ausgelegt, dass wir am Montag topfit sein werden“, betont Steuernagel. Bis auf Leonidas Tiliudis (Schambeinentzündung) sind alle Spieler einsatzbereit. Die Mannschaft stehe zu weiten Teilen, „aber drei, vier Positionen sind noch offen“, verriet der OFC-Coach.

Offen ließ Steuernagel auch, mit welcher taktischen Formation er spielen lassen wird. Steuernagel will das auch vom Gegner abhängig machen. Die Ulmer, denen er bescheinigte, „sich sehr gut verstärkt zu haben“, erwartet er entweder in einem 4-4-2 oder in einem System mit nur einem Stoßstürmer. Tipps holte sich das Offenbacher Trainerteam auch von Luigi Campagna. Der Mittelfeldspieler stand zuletzt bei den Schwaben unter Vertrag - und ist natürlich besonders motiviert - oder sogar übermotiviert? „Ich bin sicher, dass er das richtig kanalisiert“, winkt Steuernagel ab.

OFC: Trainer erwartet heißen Saisonauftakt

Überhaupt ist der Kickers-Trainer sicher, dass sich die Zuschauer auf Montag freuen dürfen. „Das wird ein ganz heißes Spiel, wir werden Vollgas geben.“ Steuernagel hat eine völlig veränderte Stimmungslage registriert. Eine Situation wie in der vergangenen Saison, als im ersten Spiel gegen Elversberg nach 20 Minuten Pfiffe ertönten, hält er für ausgeschlossen. „Beim 3:2 gegen Wimbledon war die Stimmung absolut positiv - das brauchen wir“, warb er um Unterstützung der Fans. Auf die besondere Atmosphäre freut sich auch Richard Weil: „Abendspiele unter Flutlicht sind wie Champions League oder DFB-Pokal.“

Für Christopher Fiori wird es das letzte Spiel als Geschäftsführer sein. Gestern verabschiedete er sich bei der Spieltagspressekonferenz mit positiven Zahlen. Gegen Ulm erwartet er „mindestens 6000 Zuschauer“. 2519 Dauerkarten sind verkauft, die gesamten Marketingerlöse bezifferte er bereits „auf nahe an der Zwei-Millionen-Euro-Schallmauer“. Die klare Botschaft Fioris: „Es freut mich unglaublich, was hier im Verein gerade passiert.“

VON JÖRG MOLL

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