Neuer Keeper kommt

Offenbacher Kickers trennen sich von Topscorer Serkan Firat

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Serkan Firat (Mitte) spielt nicht mehr für Kickers Offenbach.

Die Offenbacher Kickers setzen ihren Weg bei der Kaderplanung konsequent fort und trennen sich in Serkan Firat von einem weiteren Leistungsträger der abgelaufenen Saison. Dafür wurde ein neuer Torwart verpflichtet.

Offenbach – Elf Treffer hat er erzielt, zehn vorbereitet. Serkan Firat war in der abgelaufenen Saison der Fußball-Regionalliga Südwest an einem Drittel der 61 Tore der Offenbacher Kickers beteiligt. In Zukunft wird er seine Qualitäten andernorts einbringen. „Das Thema ist erledigt“, stellte OFC-Sportdirektor Sead Mehic nach einem Gespräch mit Firats Berater klar.

„Serkan schwärmt davon, wie toll es beim OFC ist. Das bringt aber nichts, wenn er nicht sicher ist, ob er den Weg mitgehen will“, betont Mehic. Seit Dezember könne sich der Topscorer, der in der Rückrunde nur einmal traf, „nicht entscheiden“, so der Sportdirektor. „Er will den nächsten Schritt machen. Das ist legitim.“ Noch zwei, drei Wochen zu warten, wie es der Spieler laut Mehic wünschte, sei aber keine Option gewesen. Also handelten die Kickers so, wie sie im vergleichbaren Fall bei Benjamin Kirchhoff (TSV Steinbach Haiger) gehandelt hatten: Sie beendeten die Gespräche.

Kickers Offenbach: Viele Stammkräfte gehen 

Das ist konsequent, birgt aber auch ein Risiko, zumal Firat und Kirchhoff nicht die einzigen Stammkräfte sind, die den Club verlassen. Torwart-Urgestein Daniel Endres (Vertrag wurde nicht verlängert) und Rechtsverteidiger Jan Hendrik Marx (Mannheim) stehen ebenfalls als Abgänge fest. Ob ihnen Mittelfeldspieler Dren Hodja folgt, soll diese Woche geklärt werden. Dagegen will Francesco Lovric bleiben, so Mehic. „Er hat einen Schritt gemacht, ist ein ballsicherer Verteidiger.“

In Lovric, Lucas Albrecht und Gerrit Gohlke steht ein Trio fürs Abwehrzentrum unter Vertrag. Mindestens ein Spieler soll noch kommen: „Am besten einer, der Erfahrung, Mentalität und Qualität vereint.“

Eher zur Kategorie „Entwicklungsfähig“ zählt Dominik Draband, der gestern fürs Tor verpflichtet wurde. Der 23-Jährige (zuletzt SV Elversberg) unterschrieb bis 30. Juni 2020, wobei sich der Vertrag bei Aufstieg verlängert. „Er ist ein junger, gut ausgebildeter Torhüter mit Potenzial“, so Mehic. „Wir haben uns länger mit ihm beschäftigt.“ Zweimal gab es ein Treffen – zum Kennenlernen.

Weggefaustet: Das Saisoneröffnungsspiel beim OFC (rote Trikots) war eine der vier Regionalliga-Partien (sieben Gegentore), die Dominik Draband (Mitte) 2018/19 für Elversberg absolvierte. Da er nicht mehr unter die U23-Regel fällt, musste er gehen.

OFC-Neuzugang Draband stammt aus dem Hoffenheimer Nachwuchs

Torwarttrainer Rene Keffel hatte sich zudem bei Cesar Thier (einst Kickers-Schlussmann, seit 2008 bei der TSG Hoffenheim im Betreuerstab tätig) informiert. Denn: Draband stammt aus dem Hoffenheimer Nachwuchs. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler (U16 bis U18) absolvierte 26 seiner 30 Regionalliga-Einsätze für die TSG. Bei den Kickers wird er wohl mit Alexander Sebald (soll von Austria Lustenau zurückkehren, steht dort aber noch unter Vertrag) um den Platz zwischen den Pfosten kämpfen.

Mehic kündigte zudem an, dass noch ein Stürmer kommen soll. „Unseren zwei jungen Wilden Hirst und Reinhard tut ein erfahrener Nebenmann gut, der zweistellig trifft“, so Mehic. Dafür müsste aber erst Platz geschaffen werden. Diese Woche sollen Gespräche mit Spielern stattfinden, die trotz Vertrages gehen wollen oder sollen.

VON CHRISTIAN DÜNCHER

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