Ex-Profi

Offenbacher Kickers: Thomas Sobotzik wird Geschäftsführer des OFC

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Thomas Sobotzik wird morgen als neuer Geschäftsführer beim OFC vorgestellt.

Ex-Profi Thomas Sobotzik kommt zu den Offenbacher Kickers. Er wird am Mittwoch offiziell als neuer Geschäftsführer vorgestellt. 

Offenbach – Vor dem wichtigsten Spiel der bisherigen Saison werden bei den Offenbacher Kickers die ersten Weichen neu gestellt. Nachdem es für den OFC in der Fußball-Regionalliga Südwest lediglich noch darum gehen kann, die Runde ordentlich zu beenden, kommt dem Hessenpokal-Achtelfinale am Samstag (13.30 Uhr) bei Ligarivale Bayern Alzenau eine besondere Bedeutung zu – auch mit Blick auf den größten Erfolg der Vereinshistorie. 50 Jahre nach dem Gewinn des DFB-Pokals (1970) wieder an diesem Wettbewerb teilzunehmen, ist das große Ziel der Kickers sowie ihrer Fans.

Und so wird es diese Woche gleich zwei Pressekonferenzen geben: eine sportliche am Donnerstag,14.11.2019, zum Pokalspiel und eine außerordentliche am Mittwoch, 13.11.2019, ab 11 Uhr – mit Präsidium und Geschäftsführer Andreas Herzog. Ein weiterer Teilnehmer steht nach Informationen unserer Zeitung ebenfalls fest: Thomas Sobotzik. Wie wir bereits am Montag exklusiv berichtet hatten, soll der Ex-Profi (135 Erst-, 130 Zweitligaspiele) der neue starke Mann bei den Kickers werden. Es ist geplant, den 45-Jährigen zeitnah zum alleinigen Geschäftsführer zu machen. Bedeutet: Der ehemalige Stadionmanager Herzog kehrt früher als geplant zu seinem vorherigen Arbeitgeber, der Stadt Offenbach, zurück. Er sollte auf der Geschäftsstelle neue Strukturen aufbauen. Das sei bereits gelungen, heißt es.

Offenbacher Kickers: Thomas Sobotzik kommt zum OFC – Schwerpunkt der Arbeit im sportlichen Bereich

Der Schwerpunkt der Arbeit von Sobotzik, der einst eine Personaldienstleistungsfirma aufbaute, soll hingegen im sportlichen Bereich liegen. Es ist daher angedacht, ihm einen kaufmännischen Leiter zur Seite zu stellen. Die Verantwortlichen der Kickers waren mit dem gebürtigen Polen, der im Rhein-Main-Gebiet aufwuchs und die DFB-Auswahlteams bis hin zur A2-Nationalmannschaft (ein Einsatz) durchlief, bereits seit Wochen im Gespräch. Jedoch musste er erst eine Lösung mit seinem Ex-Verein Chemnitzer FC finden. Dort war er als Vorstandsmitglied Sport und Finanzen entscheidend daran beteiligt, dass trotz laufenden Insolvenzverfahrens der Aufstieg in die 3. Liga gelang. Weil er von rechtsextremen Teilen der Fans massiv angefeindet wurde, trat Sobotzik aber Anfang September zurück.

Den OFC-Verantwortlichen imponierte unter anderem, dass der einstige Mittelfeldspieler in Chemnitz mit einem wesentlich geringeren Etat einen starken Kader zusammengestellt habe. Sobotzik, der seinen Lebensmittelpunkt im Taunus hat, war im Oktober bei seinem Ex-Klub 1.FC Kaiserslautern (3. Liga) als Kandidaten für das Amt des Sportdirektors gehandelt worden. In Offenbach habe man ihn vom Konzept („Dreijahresplan“) überzeugen können, heißt es.

Thomas Sobotzik soll nah an die Mannschaft der Offenbacher Kickers heranrücken 

Sobotzik soll von Anfang an nah an die Mannschaft heranrücken, die unter der Leitung von Interimstrainer Steven Kessler nach gutem Start (sieben Punkte aus drei Spielen) seit fünf Partien sieglos ist und nur vier Zähler vor dem ersten potenziellen Abstiegsrang liegt. Vorrangige Aufgabe des A-Lizenz-Inhabers wird es sein, einen neuen Trainer zu finden. Dieser soll eventuell schon kommende Woche vorgestellt werden. 

In der Zwischenzeit erhält der vorherige U19-Coach Kessler bei den Profis weitere Unterstützung. Alex Konjevic, vielen Zuschauern als der fürs Aufwärmprogramm zuständige Mann bekannt, steht in den kommenden Tagen häufiger zur Verfügung. Der einstige Regionalligaspieler (u.a. Darmstadt 98) arbeitet am Flughafen, erhöht jedoch kurzzeitig sein Pensum beim OFC.

Von Christian Düncher

Wir verfolgen die Pressekonferenz mit Thomas Sobotzik und Andreas Herzog am Mittwoch, 13.11.2019, im Live-Ticker. Seien Sie dabei und verpassen Sie nichts von der Vorstellung des neuen Geschäftsführers. Los geht es um 11 Uhr. 

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