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Kickers Offenbach trauert um langjähriges Mitglied und Taxi-Chef Addy Wehner

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Kickers Offenbach trauert um das langjährige OFC-Mitglied Addy Wehner.
Kickers Offenbach trauert um das langjährige OFC-Mitglied Addy Wehner. © Jan Huebner/imago

Addy Wehner, langjähriges OFC-Mitglied und Chef von Taxi-Fledermaus, ist unerwartet gestorben. Er wurde 79 Jahre alt.

Offenbach – Die Offenbacher Kickers trauern um ihr langjähriges Mitglied Addy Wehner. Er verstarb heute (15. Juni) ganz plötzlich im Alter von 79 Jahren, wie der Verein mitteilte. Der gebürtige Offenbacher war lange Zeit Kickers-Mitglied und engagierte sich auch sonst viel für seinen Lieblingsverein. Auch beruflich machte er sich einen Namen in seiner Heimatstadt. Mit dem Unternehmen Taxi-Fledermaus war er als Taxifahrer jahrelang erfolgreich. Erst seit Anfang des Jahres trat er kürzer.

Als Maschinenschlosser und Maschinist war für die Firma Mabeg und in Hamburg aktiv. Richtig wohl fühlte er sich jedoch nur in Offenbach. Seine Taxi-Prüfung legte er hier am 17. Januar 1967 ab. Mit ihm wurde die Taxi-Fledermaus-Gruppe die Nummer eins der Stadt. Wehner war sehr selbstbewusst, wenn es um seine eigenen Fähigkeiten ging. „Ich bin zum Chefsein geboren“, sagte er einst. Auch der OFC schreibt in seiner Mitteilung, dass Wehner „manchmal ein echter Knorz“ gewesen sei.

OFC: Wehner unterstützte seinen OFC auch finanziell

Wehner sei aber immer für seine Kickers da gewesen. Er unterstützte die Kickers-Jugend sowie das OFC-Fanradio und Kickers TV immer wieder finanziell. „Seine Ideen und seine Beharrlichkeit zog einfach jeden in seinen Bann“, schreibt der OFC weiter. Auch die Offenbach Post hob seine Loyalität hervor. „Wer Addy Wehner zum Freund hat, kann sich jederzeit auf ihn verlassen und berufen.“ Die Kickers richteten die Worte „Mach`s gut, lieber rot weißer Freund!“ an den Verstorbenen.

Die Verbundenheit von Wehner zu den Offenbacher Kickers begann früh. Als junger Mann ging er für den OFC als Ringer an den Start. Legendär ist eine Taxifahrt, auf der er den damaligen Bayern-Boss Uli Hoeneß chauffierte. „Taxifahrer, Sie müssen die Leute bezahlen, dann können Sie auch Leistung erwarten“, hatte dieser Wehner als Tipp mit auf den Weg gegeben.

Zum Ende des vergangenen Jahres hatte die Familie Wehner die Autos verkauft. Zum Ausklang seiner beruflichen Karriere wollte er nur noch als Funkchef weiterarbeiten und im Frühdienst Telefonate annehmen. Addy Wehner wollte seinen Fast-Ruhestand genießen. (Jan Oeftger)

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