Mit Respekt und Faustgruß

Personalsituation vor OFC-Heimspiel gegen Stadtallendorf weiterhin unklar

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Ob dieses Trio morgen wieder zusammen jubeln kann, ist offen: Zumindest hinter Dennis Schulte (Mitte) und Niklas Hecht-Zirpel (rechts) steht ein Fragzeichen. Links: Florian Treske.  

Offenbach -  Der Respekt vor dem Aufsteiger Stadtallendorf ist groß bei den Offenbacher Kickers. Groß ist aber auch die Ungewissheit hinsichtlich der Personalsituation. An der Zielsetzung ändert das für den OFC allerdings nichts. Von Christian Düncher 

Sebastian Brune wählte den „Fist bump“, den unter anderem durch Barack Obama populär gewordenen Faustgruß: Der Torwart der Offenbacher Kickers wollte vor der Pressekonferenz anlässlich des bevorstehenden Heimspiels gegen Eintracht Stadtallendorf (morgen, 19.30 Uhr) auf Nummer sicher gehen und weder sich noch einen der Anwesenden in irgendeiner Form anstecken. Zumal Brune bereits kränkelte. Er gab jedoch Entwarnung: „Es ist bloß eine leichte Erkältung“, stellte der 23-Jährige klar.

Brune wird also wohl gegen Eintracht Stadtallendorf zur Verfügung stehen, was aus Sicht des OFC schon mal eine positive Nachricht ist. Denn hinter dem Einsatz von Daniel Endres (muskuläre Probleme), den Brune in den vergangenen zwei Spielen gut vertreten hatte, stand gestern weiter ein Fragezeichen. Da die Kickers am Dienstag nur Krafttraining absolviert hatten, wies Trainer Oliver Reck darauf hin, dass man erst die Auswirkungen der gestrigen Übungseinheit auf dem Platz abwarten müsse, bevor ein Urteil über die Einsatzchancen der Spieler möglich sei, die zuletzt verletzt gefehlt hatten. Und das waren einige.

Fest steht nur, dass Alexandros Theodosiadis (leichter Muskelfaserriss) und Ko Sawada (Knieschmerzen) weiter ausfallen werden. Am größten sind die Chancen auf einen Einsatz bei Dennis Schulte sowie Benjamin Kirchhoff. Neben Endres bangt der OFC noch um Niklas Hecht-Zirpel, bei dem man abwarten muss, wie sein zuletzt schmerzendes Knie auf Belastungen reagiert. Immerhin steht in Talent Marco Ferukoski (zurück von der mazedonischen U19-Auswahl) eine Alternative für die Offensive zur Verfügung.

Reck, der zuletzt beim 1:0-Erfolg in Koblenz nur 16 Spieler zur Verfügung hatte, reagierte mit fast stoischer Gelassenheit auf die Personallage. „Wenn Spieler fehlen, springen andere ein“, betonte er und nannte als Beispiel Christos Stoilas. der erst zum dritten Mal diese Saison von Beginn an spielte. Jeweils auswärts, jeweils siegte der OFC.

Nun geht es aber zu Hause gegen den nach dem SC Freiburg II (4., 21 Punkte) zweitbesten Aufsteiger. „18 Punkte sind eine Menge Holz“, so Reck. „Die hat Stadtallendorf nicht im Vorbeigehen eingesammelt, sondern erkämpft und erspielt. Die wollen gewinnen und lassen sich von keinem beeindrucken.“ Auch nicht vom Tabellenführer der Regionalliga Südwest? „Gegen den Primus will jeder bestehen. Und in Offenbach zu spielen, ist ebenfalls für jeden Gegner etwas Besonderes.“

Bilder zum OFC-Auswärtssieg

Vor allem, wenn es sich – wie diesmal – um ein Flutlichtspiel handelt. Aus diesem Umstand will aber vor allem der OFC seinen Vorteil ziehen. „Das ist eine besondere Atmosphäre, da macht es einen Tick mehr Spaß“, gab Reck zu. Doch um Spaß geht es freilich nicht. Der OFC will seine beeindruckende Heimbilanz (18 Punkte aus sechs Spielen) ausbauen und ganz oben bleiben. Zur Not erneut mit einem „dreckigen“ Sieg wie in Koblenz. „Man muss nicht immer guten Fußball zeigen“, merkte Reck an.

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