Praktikum für Schule und Nationalteam

Dynamisch, elegant: Sebastian Rode. Foto: Roskaritz

Sebastian Rode muss über Trainingslager und U19-Lehrgang beim DFB Bericht für Schule schreiben

Lara Zufall oder einfach nur Glück? Sebastian Rode interessiert diese Frage nicht. Der 18-Jährige ist einfach nur froh, überhaupt im Trainingslager der Offenbacher Kickers in Lara dabei zu sein. Zwar war Rode bereits im Vorjahr als A-Jugendspieler mit dem OFC zur Vorbereitung auf die Rückrunde in die Türkei geflogen und gehört seit Saisonbeginn offiziell zum Profi-Kader. Seine Teilnahme am diesjährigen Trainingslager hat der Gymnasiast allerdings nur der Tatsache zu verdanken, dass seine Schule für diese und nächste Woche eine Praktikumszeit angesetzt hat. Und Rode macht sein Praktikum, na klar, bei den Kickers, in der Türkei.

„Das ist für mich natürlich ein sehr angenehmer Zufall“, meint der talentierte Mittelfeldspieler. „Es ist aber schon ein richtiges Praktikum. Ich muss über die Zeit einen Bericht schreiben, den ich in der Schule abgebe.“ Und darin wird nicht nur über die Woche mit dem OFC in Lara zu lesen sein, sondern auch über die deutsche U19-Nationalmannschaft. Denn mit dieser Auswahl wird Rode direkt nach seiner Rückkehr aus der Türkei vom 25. bis 28. Januar in Kaiserau trainieren.

„Das muss alles fix gehen, da bleibt nicht viel Zeit zum Waschen“, sagt der Blondschopf. U19-Nationaltrainer Heiko Herrlich hat für den Lehrgang 18 Spieler eingeladen. „Die Stammkräfte sind nicht dabei“, weiß Rode, der hofft, für die zweite EM-Qualifikationsphase mit drei Spielen im März und April nominiert zu werden.

Zuvor will der zweikampfstarke und technisch beschlagene Mittelfeldspieler aber seinen Stellenwert bei den Kickers erhöhen, wo das Jahr 2009 für ihn gut angefangen hat. Rode kam sowohl bei den zwei Hallenturnieren als auch bei den bisherigen drei Testspielen zum Einsatz. Sein großes Ziel ist nun das erste Pflichtspiel für den OFC in der 3. Liga, am liebsten als einer von zwei Sechsern vor der Abwehr. „Das hätte vielleicht schon in der Hinrunde klappen können“, meint Rode. „Als ich nah dran war, habe ich mich aber verletzt.“

Sportmanager Andreas Möller bezeichnet Rode als „großes Talent“, und auch Hans-Jürgen Boysen ist von dem Youngster überzeugt. „Sebastian Rode ist ein sehr talentierter Spieler“, lobt der Trainer und verspricht: „Wir werden aus ihm einen Drittligaspieler machen.“ Das wäre dann angesichts der Fähigkeiten, die Rode mitbringt, weder Glück noch Zufall.

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