Desolate OFC-Leistung

Rathgeber der einzige Lichtblick

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Zielstrebig: Kickers-Angreifer Thomas Rathgeber (rechts) im Duell mit dem Stuttgarter Christoph Hemlein.

Offenbach (cd) - „Ja, wir sind ein Aufstiegskandidat“, hatte Kickers-Trainer Arie van Lent vor einigen Wochen im Interview mit unserer Zeitung gesagt.

Doch bei der 1:3-Heimpleite gegen den VfB Stuttgart II präsentierte sich seine Mannschaft eher wie ein Absteiger – obwohl der 41-Jährige im Vorfeld kaum etwas unversucht gelassen hatte, um im zweiten Saisonspiel den ersten Sieg einzufahren.

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Van Lent hatte im Vergleich zur 0:1-Auftaktniederlage beim Halleschen FC in Marcel Stadel, Marcel Avdic und Matthias Schwarz nicht nur drei neue Spieler in der Startelf aufgeboten, sondern auch die taktische Grundformation geändert. Anstatt im 4-4-2 agierte der OFC in der Defensive in einem 4-1-4-1-System, aus dem bei eigenem Ballbesitz ein 4-3-3 wurde. „Wir wollten offensiver spielen und so schnell hinter die gegnerische Viererkette kommen“, begründete der Trainer die Umstellung. Der Erfolg blieb jedoch aus.

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Die Kickers fanden überhaupt nicht in die Partie, was van Lent allerdings nicht auf die Systemänderung zurückführen wollte. „Wenn man die Grundlagen nicht verinnerlicht, ist es egal, in welcher Formation man spielt“, sagte der Trainer. Und auch Zugang Julius Reinhardt meinte: „Das System spielt keine Rolle, wenn man so auftritt wie wir.“

OFC-Niederlage bei Heimspielpremiere

OFC verliert gegen VfB Stuttgart II bei Heimspielpremiere

Die Offenbacher Kickers haben auch das zweite Saisonspiel nicht gewinnen können. Nach der Auftaktniederlage beim Halleschen FC unterlag die Mannschaft von Trainer Arie van Lent auch im ersten Heimspiel der neuen Runde der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart.

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Allerdings: Als van Lent in Thomas Rathgeber sowie Lars Bender zwei neue Spieler einwechselte und wieder auf ein 4-4-2 umstellte, lief es zumindest in der Offensive besser. Das 0:2 fiel, als sich beide gerade für die Einwechslung bereit machten, das 0:3 wenige Minuten danach. Der Ehrentreffer von Mathias Fetsch (64.) läutete eine Drangphase der Kickers ein, in der aber kein Tor mehr gelang. „Nach dem 0:3 lief es besser, aber da war das Spiel bereits entschieden“, sagte van Lent. Und auch Kapitän Markus Husterer bemängelte, „dass wir erst wieder angefangen haben besser zu spielen, als wir hinten lagen“. Reinhardt sah es ähnlich: „Als es aussichtslos war, haben wir unseren besten Fußball gespielt, was auch an den eingewechselten Spielern lag. Mit ihnen kam mehr Druck.“

Bilder vom Spiel

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Vor allem Rathgeber empfahl sich für einen Platz in der Startelf, war der einzige Lichtblick im Spiel des OFC. „Er hat etwas versucht und uns in dieser Phase des Spiels gutgetan“, nahm van Lent den Angreifer von seiner kollektiven Kritik am schwachen Auftritt des Teams aus. Warum kaum etwas gelungen sei, wusste letztlich auch Husterer nicht zu beantworten. Die Lockerheit habe gefehlt, sagte der Spielführer. Der Machtkampf an der Klubspitze habe aber nichts damit zu tun. „Daran habe zumindest ich während des Spiels kein einziges Mal gedacht“, stellte Husterer klar.

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