Rechtsverteidiger Huber dient als Vorbild

OFC sucht zentralen Abwehrspieler, der auch links einsetzbar ist / Zweiter Torwart Endres im Vorteil gegenüber Wiener

Lara Den angekündigten neuen Stürmer haben die Offenbacher Kickers in Rückkehrer Suat Türker bereits verpflichtet. Nun soll noch ein zentraler Abwehrspieler dazu kommen. Trainer Hans-Jürgen Boysen wäre es sogar am liebsten, wenn dieser auch auf der linken Seite verteidigen könnte. Denn die Besetzung dieser Position bereitet dem OFC-Coach immer noch Sorgen. In den bisherigen 20 Punktspielen hat Boysen hinten links in Daniel Damm, Michael Kokocinski, Fouad Brighache und Maik Schutzbach insgesamt vier Akteure eingesetzt und war mit ihnen „mal mehr und mal weniger zufrieden“.

Festspielen konnte sich von dem Quartett keiner. Boysen erwartet daher von den Kandidaten nun „schlagkräftige Angebote“. Er werde „so lange weitertesten, bis sich einer so behauptet hat wie Alexander Huber auf der rechten Seite“, kündigte der Trainer an. Da Brighache nicht nur als Mann für Sonderaufträge gilt, sondern auch eine Alternative für die Innenverteidigung darstellt, und Kokocinski seiner Stärken eher im defensiven Mittelfeld zur Entfaltung bringen kann, wird die Entscheidung vermutlich zwischen Damm, Schutzbach und dem erhofften Zugang fallen. Einen Namen nannte Boysen noch nicht. „Damm und Schutzbach haben zuletzt Licht und Schatten gezeigt“, meint er. Schutzbach ist stärker in der Spieleröffnung, Damm steht in der Defensive sicherer. Die Abwehr, betonte der Trainer unlängst, sei das Fundament, auf dem das Spiel aufbaue.

Keine Sorgen bereitet Boysen hingegen die Position zwischen den Pfosten, wo Robert Wulnikowski die unangefochtene Nummer eins ist. Der 31-Jährige gilt als bester Torwart der 3. Liga und stand in allen 20 Spielen von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz. Für Daniel Endres und Thomas Wiener blieb da nur die Rolle des Zuschauers. Zuletzt hatten sich die beiden als Nummer zwei abgewechselt. Auch bei den Testspielen im Trainingslager, wo beide jeweils knapp 20 Minuten zum Einsatz kamen. Ob das Wechselspiel so weitergeht, wird Boysen „vor dem ersten Punktspiel nach der Winterpause“ entscheiden - in Abstimmung mit Torwarttrainer Rene Keffel. Wiener scheint in diesem Duell nicht die besten Karten zu haben. „Daniel hat sich nach seiner Verletzung wieder herangearbeitet“, meint Keffel. Viel spricht sogar dafür, dass Endres seinen Konkurrenten mittlerweile sogar überholt hat. Für Wiener, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, wäre das sicher nicht die beste Verhandlungsbasis.

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