Oliver Reck blendet die Tabelle aus 

„Sehr schwere Aufgabe“: OFC hofft auf ersten Sieg in Walldorf

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Jubeln sie heute wieder? Maik Vetter (sechs Tore in sieben Spielen in diesem Jahr) läuft zum dritten Mal in Folge mit Varol Akgöz im OFC-Angriff auf. Der 30-Jährige traf zuletzt beim 2:2 gegen Worms, war danach aber unglücklich über den verpassten Dreier. „In Walldorf müssen wir es besser machen“, fordert er.

Offenbach -  Auswärtsspiele beim FC Astoria Walldorf sind für die Offenbacher Kickers bislang keine Vergnügungsfahrten gewesen. Seitdem die Badener 2014 in die Fußball-Regionalliga Südwest aufstiegen, hat der OFC dort nie gewonnen. „Höchste Zeit, das zu ändern“, meint Angreifer Varol Akgöz. Von Jörg Moll 

Die Tabellensituation blendet Trainer Oliver Reck derzeit völlig aus. „Das kommentiere ich gar nicht“, sagt er zum engen Rennen um Platz zwei, in dem die Kickers (57 Punkte) knapp vor dem SC Freiburg II (55/gestern 3:0-Sieger gegen Hessen Kassel) und Waldhof Mannheim (54) stehen. „Wir wissen, dass wir jeder Mannschaft wehtun können, wenn wir funktionieren und der Spirit stimmt“, so der 53-Jährige.

Heute Abend wird der auf mindestens zwei Positionen veränderte OFC besonders gut funktionieren müssen, um in Walldorf zu bestehen. „Das wird eine sehr schwere Aufgabe“, ist Varol Akgöz überzeugt. Schon in der Hinrunde, als er als Joker beim 4:3-Spektakel zum Einsatz kam, war er mächtig beeindruckt von den Badenern. „Aber wir sind Kickers Offenbach“, betont er: „Wir wollen überall gewinnen.“ Und dass das bei zwei Niederlagen und einem Remis in Walldorf bislang nie geklappt hat, ist für ihn zusätzliche Motivation.

Der 30-Jährige wird zum dritten Mal in Folge das Angriffsduo mit Maik Vetter bilden. Dass der OFC ihn nach der Winterpause zum Vollprofi machte, hat sich für beide Seiten bereits ausgezahlt. „Ich bin froh, dass ich keine Nachtschichten mehr machen muss“, räumt der ehemalige Sicherheitsmitarbeiter am Flughafen ein: „So bleibt mir mehr Zeit, um noch mehr für mich und meine Fitness zu machen.“

Sein Trainer sieht durchaus Aufholbedarf, zumal Akgöz wegen Achillessehnenproblemen fast die gesamte Wintervorbereitung fehlte. „Beim 2:1 gegen Worms hat man gesehen, wie abgezockt er ist und wie wenig Chancen er braucht“, lobt Reck. Allerdings wünscht er sich noch mehr Aktivität auf dem Platz: „Er wartet gerne auf die Situationen. Aber ich erwarte, dass Stürmer auch gut die Gegenspieler anlaufen.“ Insgesamt aber dürfte Reck heilfroh sein, dass er nach Florian Treskes Zehenbruch eine solche Alternative hat.

Alternativen sind auch in Abwehr und Mittelfeld gefragt. Linksverteidiger Christos Stoilas wird zumindest heute mit muskulären Problemen ausfallen, Rotsünder Marco Rapp muss zweimal zusehen. Für Stoilas dürfte Dennis Schulte in die Startelf rücken. „Er hat das ja gut gemacht, wenn er gespielt hat“, meinte Reck, der auch noch Alexandros Theodosiadis, in der Hinrunde lange Stammspieler hinten links, in der Hinterhand hat.

Bilder: OFC empfängt Worms

Wen er für Rapp ins defensive Mittelfeld beordert, ließ der Offenbacher Trainer offen. Kandidaten sind Grgo Zivkovic, der in vier Kurzeinsätzen auf 26 Minuten Spielpraxis kommt, und Francesco Lovric, der in Worms zum siebten Mal zum Einsatz kam. „Jetzt können sie zeigen, was sie draufhaben“, sagte Reck über die Winterzugänge. Wieder im Training, aber noch keine Alternative stellt Serkan Göcer dar. „Ich freue mich sehr für ihn, dass er wieder trainieren kann“, sagt Reck: „Er kann im Saisonendspurt mit seiner Vielseitigkeit noch ein ganz wichtiger Mann für uns werden.“

Im Hinspiel hatte der Mittelfeldakteur anstelle von Benjamin Kirchhoff in der Innenverteidigung gespielt. Für diesen Part steht heute auch wieder Luca Dähn bereit. Der 22-Jährige trainiert seit einer Woche mit. Göcer und Dähn eint ein Problem, das auch Reck Sorgen bereitet: die Spielpraxis fehlt. Diese zu bekommen in der heißen Phase der Saison, wird ein schwieriges Unterfangen.

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