OFC bis auf Marx in Bestbesetzung gegen Pirmasens

Gedränge auf der rechten Seite: Reck bremst Darwiche

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Ihab Darwiche (vorne) gab im Hessenpokal sein Pflichtspiel-Debüt beim OFC. Er bereitete in Seligenstadt die zwischenzeitliche 2:1-Führung durch Dren Hodja vor und überraschte nach Spielschluss sogar seinen eigenen Trainer.

Offenbach - Oliver Reck war darum bemüht, das Aus im Hessenpokal (5:6 nach Elfmeterschießen bei den Sportfreunden Seligenstadt) schnell abzuhaken. Von Christian Düncher und Jörg Moll

„Jetzt müssen wir die Kräfte in dem Wettbewerb bündeln, in dem wir noch vertreten sind“, sagte der Trainer der Offenbacher Kickers mit Blick aufs nächste Punktspiel in der Regionalliga Südwest heute (19.30 Uhr) gegen den FK Pirmasens. „Wir haben etwas gutzumachen und wollen unsere Fans zufriedenstellen“, betonte Kickers-Trainer Oliver Reck: „Wir haben die ersten zwei Heimspiele gewonnen, daran wollen wir anknüpfen.“ Gegen Astoria Walldorf (3:2) und den FC Nöttingen (1:0) hatte der OFC sechs seiner bislang acht Punkte eingefahren. Es stellt sich allerdings die Frage, wie es bei der Mannschaft um die Kraft bestellt ist. So hatte Ihab Darwiche, der im Hessenpokal nach der Pause für Robin Scheu eingewechselt wurde, in Seligenstadt auf das Mammutprogramm mit acht Spielen in den vergangenen vier Wochen verwiesen. „Das hat man deutlich in den Beinen gemerkt, die waren sehr, sehr schwer“, gab er zu: „So sind viele Aktionen nicht zustande gekommen.“

Reck sah das anders. „Ihab kann sich damit nur selbst gemeint haben. Es war sein erstes Spiel nach langer Verletzungspause“, sagte der Trainer und betonte: „Wir wussten vorher, wie viele Spiele auf uns zukommen, und haben das Training entsprechend gesteuert, um uns darauf vorzubereiten. In Seligenstadt war es keine Frage der Kraft, wir waren nicht zielstrebig genug.“ Einen positiven Aspekt sah der Trainer immerhin: „Wir sind aus diesem Spiel ohne eine Verletzung rausgekommen.“ Heute Abend hat Reck nach eigenen Worten „die Qual der Wahl“. Bis auf Jan-Hendrik Marx (Lauftraining nach Meniskus-Operation) stehen alle Akteure zur Verfügung. Das hilft, denn die stressigen Wochen gehen unvermindert weiter. In den nächsten 18 Tagen stehen ab heute fünf weitere Spiele an.

Auch deshalb hatte Reck in Seligenstadt auf Mittelfeldspieler Marco Rapp verzichtet. „Er hat zuletzt sehr oft gespielt und ist viel gelaufen. Ende der vergangenen Saison hatte er eine Schambeinentzündung. Deshalb bin ich bei ihm vorsichtig. Er ist ein eminent wichtiger Spieler für uns“, erklärte der Trainer. Angreifer Matthew Taylor habe hingegen aus privaten Gründen gefehlt. Beide stehen heute wieder zur Verfügung.

Auf seinen zweiten Pflichtspieleinsatz hofft auch Ihab Darwiche. Reck bremste aber sogleich: „Ich bin froh, dass wir ihn haben. Er ist ein Spieler, der Außergewöhnliches kann. Aber er war lange nicht dabei, da ist eine gute Steuerung wichtig.“ Der 23-Jährige, vor der Saison vom West-Regionalligisten Rot-Weiß Ahlen gekommen und gerade erst von einer langwierigen Fußverletzung genesen, hat auf der rechten Seite starke Konkurrenz. Ko Sawada schwächelte zuletzt zwar, aber in Zugang Serkan Göcer und Robin Scheu drängen weitere Außenbahnspezialisten ins Team. Kurios: Bei Scheu spricht die letzte Partie gegen Pirmasens dafür, dass er besser von der Bank kommt.

Hessenpokal: Sportfreunde schaffen Überraschung gegen den OFC

Am 19. März steuerte er beim 4:0 einen Blitz-Hattrick bei. In der 66. Minute eingewechselt, traf er zwischen der 72. und 78. Minute dreimal. „Das war der einzige Hattrick, der mir jemals geglückt ist“, sagt der 21-Jährige: „Aber ich hoffe, dass ich das auch kann, wenn ich von Beginn an spiele.“ Seinem Trainer wäre das nur recht. „Wir müssen mehr Effektivität zeigen als gegen Nöttingen“, sagte er: „Und ein frühes Tor würde Selbstvertrauen geben.“ Das wird nach dem Nackenschlag in Seligenstadt dringend benötigt.

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