170.000 Euro eingeplant

Reisig vergeht die Lust am Kichern

Offenbach - Die latenten Führungsstreitigkeiten im Verein könnten erste fatale Folgen für die Profi GmbH der Offenbacher Kickers haben. Von Jörg Moll

Bernd Reisig, Organisator der Benefizaktion „Kichern für die Kickers“, droht mit der Absage der Veranstaltung am Montag, 19. August, in der Offenbacher Stadthalle, bei der etliche bekannte Künstler auftreten sollen. „Die Stimmung meiner Partner geht gegen null“, verdeutlichte Reisig, wie sehr die vergiftete Atmosphäre in der Vereinsführung die Planung belastet. Eine Absage würde den OFC teuer zu stehen kommen.

Insolvenzverwalter Dr. Andreas Kleinschmidt, der am Freitag sein Gutachten dem Amtsgericht vorlegt, um die Eröffnung des Verfahrens zu ermöglichen, hat im Gesamtetat in Höhe von rund zwei Millionen Euro alleine 170.000 Euro Erlöse aus dieser Veranstaltung eingeplant. Ursprünglich hatte Reisig sogar bis zu 250.000 Euro für möglich gehalten. Weil aber der Hessische Rundfunk mittlerweile als Folge der Führungskrise des OFC eine Übertragung abgesagt habe, rechnet der ehemalige Multifunktionär des FSV Frankfurt mit einem geringeren Gewinn.

„Das Aufbruchsignal ist völlig verpufft“, konstatiert Reisig. „Stattdessen beschäftigt sich der Verein nur mit der Vergangenheit und nicht mit der Zukunft.“ Reisigs Warnung ist unmissverständlich: „Es muss Ruhe rein.“ Für die Absage der Benefizveranstaltung hält er ein Zeitfenster von wenigen Tagen offen. „Mein innerster Wunsch ist es, den Kickers zu helfen“, so Reisig. Aber angesichts der „nicht mehr durchschaubaren Lage im Verein“ vergeht ihm die Lust immer mehr.

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Rubriklistenbild: © dpa

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