OFC verlängert mit angeschlagenem Japaner bis 2020

Sawada widersteht Angeboten

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Dynamisch und torgefährlich: Ko Sawada (links) scheitert mit diesem Schuss an einem Mannheimer auf der Torlinie. Der 26-Jährige gehört zu den Gewinnern des Jahres 2018 beim OFC. Trotz Angeboten aus der 3. Liga entschied er sich für die Kickers.

Offenbach -  Die Offenbacher Kickers lassen nichts unversucht, um ihre kleine Chance auf Relegationsrang zwei noch zu wahren. Zum Spitzenspiel beim Tabellenführer der Fußball-Regionalliga Südwest, dem 1. FC Saarbrücken, reist der OFC bereits heute an. Ein wichtiges Signal sendete der Verein bereits gestern: Ko Sawada verlängerte seinen Vertrag bis 30. Juni 2020. Von Jörg Moll

Mit beherzten Auftritten im Jahr 2018 hat sich der Japaner Ko Sawada ins Rampenlicht gespielt. Drei Tore und eine Vorlage gelangen dem 26-Jährigen in zehn Partien. Einen weiteren Treffer hatte er vergangene Woche gegen den SV Waldhof Mannheim vor Augen, als er nach tollem Solo abzog, ein Mannheimer aber auf der Linie das 1:0 für den OFC verhinderte. Nicht nur in dieser Szene zeigte der Japaner, was die Verantwortlichen um Sead Mehic sich von ihm erhoffen. „Wenn er gesund ist, ist er sehr wertvoll für die Mannschaft“, betonte der Sportdirektor: „Ko ist unberechenbar in der Offensive und gut in der Defensive.“ Geschäftsführer Christopher Fiori freut sich über den „Coup mit Ko“, der trotz Angeboten aus der 3. Liga (neben dem SV Wehen Wiesbaden soll auch Carl Zeiss Jena Interesse gezeigt haben) seine Zukunft in Offenbach sieht: „Mit seiner Art, Fußball zu spielen, begeistert er Fans und Umfeld gleichermaßen.“

Am Sonntag (15 Uhr/Sport1) wird der Japaner („Ich fühle mich in Offenbach sehr wohl“) wahrscheinlich nicht mitwirken können. Eine Sehnenreizung macht ihm stark zu schaffen. Auch die Alternative auf Rechtsaußen ist fraglich: Ihab Darwiche trainierte nach seiner Gehirnerschütterung erst gestern wieder.

Das OFC-Zeugnis gegen Waldhof Mannheim

Weil in Stefano Maier, Dennis Schulte und Serkan Firat (alle Gelb-Sperre) drei weitere Akteure fehlen, muss Trainer Oliver Reck seine Elf umbauen. Für Maier dürfte Francesco Lovric in die Innenverteidigung rücken. Für links hinten bewerben sich Alexandros Theodosiadis und Christos Stoilas. Auf den offensiven Außenbahnen könnte Niklas Hecht-Zirpel eine Chance erhalten. Positiv: Maik Vetter trainierte gestern nach seiner Bänderverletzung im Knöchel wieder. „Wir werden eine Mannschaft aufbieten, die in Saarbrücken gewinnen kann“, ist Mehic überzeugt. Mannschaft und Betreuerstab reisen bereits heute ins Saarland, übernachten dort, um ausgeruht ins Spiel zu gehen.

„Das wird keine Kaffeefahrt für uns, wir wollen nichts unversucht lassen“, betonte Mehic. Auch Geschäftsführer Christopher Fiori erwartet einen hochmotivierten OFC gegen Saarbrücken, das mit einem Sieg die Relegationsteilnahme sicher hat: „Die Saarbrücker wollen Party feiern, das möchten wir verhindern. Wir wollen nicht schon wieder anderen beim Jubeln zusehen.“ Sollten dann noch am Samstag Mannheim und Freiburg II straucheln, würde der berühmte Funke Hoffnung wieder glimmen im Rennen um Platz zwei.

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