Steuernagels erste Bestmarke

OFC: Vier Siege zum Rückrundenstart seit 2013 noch nie gelungen

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Wenn Jubel zur schönen Gewohnheit wird: Die Kickers-Spieler feierten zuletzt beim 3:0 gegen Ulm.

Offenbach – Nach einem Negativrekord in der Hinrunde darf Daniel Steuernagel nun auch eine positive Bestmarke für sich verbuchen. Von Jörg Moll

Der Trainer der Offenbacher Kickers hatte in der Hinrunde mit zwei Punkten aus vier Spielen den schlechtesten Wert seit dem Abstieg des OFC in die Fußball-Regionalliga Südwest im Jahr 2013 verbucht. In der zweiten Halbserie gelang ihm mit seinem Team das exakte Gegenteil: Vier Siege in Folge haben die Offenbacher Kickers zum Rückrundenstart nie erzielt.

Selbst in der Meistersaison 2014/2015 holte der damals von Rico Schmitt gecoachte OFC „nur“ zehn Zähler aus den ersten vier Partien der zweiten Halbserie. Ganz anders sah das in den vergangenen beiden Spielzeiten aus. Im Krisenjahr 2016/2017 holten die mit Neun-Punkte-Abzug gestraften Offenbacher nur drei Zähler in diesem Zeitraum. In der vergangenen Saison waren es sieben.

Unter Trainer Oliver Reck rutschten die Kickers damit nach Platz zwei in der Hinrunde vorentscheidend ab. Die Kickers hatten nicht mehr an die starke Ausbeute der Hinrunde (38 Punkte) anknüpfen können. Am Ende lag der OFC, der in der zweiten Halbserie zehn Zähler weniger holte, auf Platz vier - jenen Rang, den er auch jetzt einnimmt. Doch ist nun der Trend tatsächlich der Freund der Kickers? Aktuell zumindest eindeutig. Gemeinsam mit dem Tabellenzweiten 1. FC Saarbrücken (12 Punkte/11:2 Tore) stellen die Kickers die beste Rückrundenmannschaft (12/9:2). Spitzenreiter Waldhof Mannheim kommt auf zehn Punkte, der Tabellenvierte TSV Steinbach Haiger sogar nur auf sechs in diesem Zeitraum.

Doch all das sind Statistiken, die die Kickers-Verantwortlichen nur am Rande interessieren. „Ich denke in der Gegenwart“, sagt Steuernagel und richtet den Blick auf die kommende Aufgabe am Freitag (19.30 Uhr) bei der TSG 1899 Hoffenheim II: „Wir wollen unbedingt dranbleiben.“ Was schwer genug wird beim Nachwuchs des Bundesligisten aus dem Kraichgau, der in den letzten beiden siegreichen Partien 7:0 Tore erzielte und im letzten Spiel des alten Jahres Waldhof Mannheim ein 3:3 abtrotzte.

Bilder: OFC empfängt SSV Ulm

„Ich erwarte eine sehr gute Partie, beide werden das Spiel machen wollen“, meint Steuernagel, der nichts dagegen einzuwenden hätte, wenn dem OFC eine Trendwende auch in Partien im Kraichgau gelingt. Von insgesamt fünf Partien im Dietmar-Hopp-Stadion gewannen die Kickers nur die erste am 8. März 2013 mit 2:0. Eine Aufgabe für den neuen Serientäter Steuernagel? „Ich hätte nichts dagegen“, sagt er lachend. Doch dafür müsse seine Mannschaft gegenüber dem 3:0 gegen Ulm eine Schippe drauflegen.

„Das Spiel gegen den Ball war gut, mit Ball müssen wir noch ein bisschen besser spielen“, fordert der Fußball-Lehrer. Gegen spiel- und laufstarke Hoffenheimer Talente dürfte das neben robuster Zweikampfführung der Schlüssel zum erhofften fünften Erfolg in Serie sein. In der Hinrunde gelang das beim 5:2 vortrefflich. Dem ersten Saisonerfolg folgten Derbysiege in Dreieich (1:0) und gegen den FSV Frankfurt (7:0). Gelingt das wieder, wäre Steuernagel nur noch einen Schritt davon entfernt, eine Bestmarke einzustellen. Acht Siege in Folge gelangen dem OFC nur in der Meistersaison 2014/2015.

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