OFC-Geschäftsführer Fiori: „Guter Ansatz“

Testspiele gegen Chinas U20 ohne Zuschauer?

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Chinas U20-Fußballer wollen keine Tibet-Fahne sehen, wie sie hier beim Spiel gegen Schott Mainz gezeigt wurde.

Offenbach - In der Diskussion um die Testspielserie der U20-Auswahl des chinesischen Fußball-Verbandes gegen Mannschaften aus der Regionalliga Südwest ist möglicherweise eine Lösung in Sicht.

Christopher Fiori, Geschäftsführer der Offenbacher Kickers und Mitglied der China-Arbeitsgruppe der Liga, sieht zumindest einen „guten Ansatz“.
Offiziell pausiert das umstrittene China-Projekt nur. Die Chancen, dass es 2018 fortgesetzt werden kann, waren bislang jedoch als gering eingestuft worden, nachdem es bereits bei der ersten Partie einen Eklat gegeben hatte: Beim Spiel beim TSV Schott Mainz war von einer kleinen Gruppe die Fahne Tibets gezeigt worden. Das Land ist von China besetzt und strebt nach Unabhängigkeit. Die chinesischen Spieler fühlten sich provoziert und unterbrachen die Partie. Es kam sogar zu Handgreiflichkeiten. Die Begegnung wurde letztlich doch beendet. Chinas U20 verlor 0:3 und trat seitdem nicht mehr an, zumal auch für die Partie beim FSV Frankfurt Proteste angekündigt waren. Seitdem sucht man nach einer Lösung - und hat sie nun eventuell gefunden.

Die Vertreter der deutschen Vereine hatten stets auf die Meinungsfreiheit verwiesen, die Chinesen offenbar darauf beharrt, nicht zu spielen, sofern tibetische Fahnen gezeigt werden. Beide Seiten könnten ihr Gesicht wahren, wenn die Partien ohne Zuschauer stattfinden. OFC-Geschäftsführer Fiori sieht darin einen „guten Ansatz“. Ob die Chinesen ebenfalls dieser Meinung sind, ist offen.

Kein Tag zum Feiern: Die Pressefreiheit ist weltweit bedroht

Sollten die Asiaten den Vertrag nicht einhalten, würde Fiori ebenso wie sein Kollege Giuseppe Lepore (Wormatia Worms) auf Zahlung der vereinbarten Antrittsprämie in Höhe von 15.000 Euro bestehen. „Es gibt eine Vereinbarung. Wir halten unseren Teil ein“, sagte er.

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