OFC beendet Saison nach höchstem Sieg auf Rang drei

Treske trifft dreifach und hadert

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Florian Treske, der hier vom Mainzer Jonas Raltschitsch gestört wird, erzielte am letzten Spieltag seine Saisontreffer Nummer neun bis elf, beendete damit seine sechsmonatige Torflaute.

Mainz - Diesmal haben die Spieler der Offenbacher Kickers den Worten auch Taten folgen lassen. Nachdem es im letzten Heimspiel der Saison ein 0:1 gegen den VfB Stuttgart II gegeben hatte und damit nichts aus dem angekündigten Geschenk für die Fans geworden war, holte der OFC dies nun in der abschließenden Partie nach. Und wie.

Das 5:1 (2:1) beim munter angreifenden, jedoch naiv verteidigenden Absteiger TSV Schott Mainz war der höchste Saisonsieg der Kickers und bescherte ihnen aufgrund der überraschenden 0:1-Niederlage des SC Freiburg II gegen Wormatia Worms noch den Sprung auf Platz drei. Vier Punkte fehlten zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen. Die rund 500 OFC-Fans unter den 750 Zuschauern im Bruchwegstadion reagierten darauf mit Trotz. „Scheißegal in welcher Liga, immer wieder OFC“, skandierten sie.

Dren Hodja hatte vor der Begegnung eine Reaktion versprochen („Wir werden auf dem Platz die Antwort geben“) und trug mit einem Tor sowie zwei Vorlagen dazu bei. Übertroffen wurde das nur von Florian Treske, der dreimal traf, aber dennoch haderte. „Über die drei Tore freue ich mich, aber insgesamt bin ich nicht zufrieden und froh, dass die Saison nun zu Ende ist“, sagte der 30-Jährige und ergänzte: „Die drei Tore hätte ich lieber früher geschossen.“

Das OFC-Zeugnis gegen Schott Mainz

Nachdem der Mittelstürmer in den ersten 18 Saisonspielen achtmal getroffen hatte, lief es plötzlich nicht mehr, auch weil ihn zwei Verletzungen (Achillessehnenprobleme, Zehenbruch) ausbremsten. Zuletzt hatte er am 11. November 2017 ein Tor erzielt – beim 3:0-Hinspielsieg gegen Schott Mainz. Mit seinem Dreierpack und insgesamt elf Treffern überholte er in der internen Statistik noch Maik Vetter (10) und wurde Zweiter hinter Hodja (14). „Für die Anzahl an Chancen war das zu wenig“, äußerte sich Treske selbstkritisch, haderte aber auch mit dem Spielsystem: „Es könnten viel mehr Tore sein. Ich brauche Flanken und den ersten Kontakt, nicht den Ball in den Lauf. Es bringt auch nichts, wenn ich auf die Flügel ausweichen muss.“ Umso glücklicher war er, dass es in Mainz anders war: „Der Coach hat gesagt, bleib in der Box drin und warte auf deine Chancen.“ Tat er, mit Erfolg. (cd)

TSV Schott Mainz gegen OFC: Bilder

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