„Leistung, die Mut macht“

Trotz 0:0 gutes Bauchgefühl

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Schon wieder kein Tor: OFC-Angreifer Mathias Fetsch (Mitte) ist gerade erneut an der Defensive der Chemnitzer gescheitert und fordert einen Eckball. Seine Kollegen Markus Husterer (vorne) und Nico Feldhahn raufen sich verzweifelt die Haare. Trotz guter Chancen mussten sich die Offenbacher mit einem 0:0 begnügen.

Offenbach - Die gute Nachricht aus Sicht der Offenbacher Kickers: Das Team hat seine Serie in der 3. Liga ausgebaut und ist in Punktspielen nun bereits seit elf Partien unbesiegt. Die schlechte: Der OFC tritt als Tabellenachter auf der Stelle. Von Christian Düncher

 „Unentschieden bringen uns auf Dauer nicht weiter“, sagte Offensivspieler Thomas Rathgeber zutreffend. Das 0:0 gegen den Chemnitzer FC sei ein Remis der besseren Art gewesen. „Wir haben alles versucht. Die Leistung war okay, das Ergebnis aber nicht.“

Das OFC-Zeugnis gegen Chemnitz

Das OFC-Zeugnis gegen Chemnitz

Hatten die Kickers das 2:2 in der Woche zuvor bei Preußen Münster, als Rathgeber kurz vor Schluss per Elfmeter den Ausgleich erzielte, noch als Punktgewinn angesehen, fühlt sich das torlose Remis gegen die Sachsen eher wie eine Niederlage an. So zeigte sich OFC-Mittelfespieler Julius Reinhardt „etwas enttäuscht“, zumal Offenbach die bessere Mannschaft gewesen sei. „Wir haben es aber nicht geschafft, den Ball über die Linie zu drücken. Sonst müssen wir uns aber nichts vorwerfen.“ Robert Wulnikowski sah es ähnlich: „Das war ein gutes Spiel von uns, aber wir müssen das Tor machen. Chemnitz hat sich allerdings mit allem gewehrt und teilweise sogar auf der Linie geklärt“, so der Torwart.

Bilder vom Spiel gegen den Chemnitzer FC

OFC mit erneutem Unentschieden

Gut war die Leistung des OFC – wie schon oft bei Heimspielen – aber erst nach der Pause. In der ersten Hälfte gelang den Gastgebern nur wenig. Zumal die Kickers zu viele lange Bälle spielten, wie Trainer Arie van Lent monierte. Gefährlich wurde es nur einmal – als Andrè Hahn den Ball erkämpfte und zu Mathias Fetsch passte. CFC-Torwart Pentke parierte den Schuss aber (11.). Auf der Gegenseite rettete Wulnikowski gegen Sascha Pfeffer (3.) und hatte Glück, als der gebürtige Offenbacher Josip Landeka (in der Jugend unter anderem Kickers Obertshausen und SG Rosenhöhe) aus spitzem Winkel vorbeizielte (26.). Zudem klärte Markus Husterer gegen Anton Fink (21.).

„In der ersten Hälfte war es ein verteiltes Spiel. Leider haben wir unsere Chancen halbherzig abgeschlossen“, ärgerte sich der Chemnitzer Trainer Gerd Schädlich. „Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass meine Mannschaft überzeugt davon war, punkten zu können. Nach der Pause war der Druck der Offenbacher enorm. Aber wir haben uns mit Glück gegen die Niederlage gestemmt.“

OFC torlos gegen Chemnitz

Der OFC hat zwar die besseren Chancen, verpasst aber den Sieg gegen den Chemnitzer FC. Aber immerhin sind die Kickers Offenbach seit elf Spielen ungeschlagen.

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Van Lent sah eine erste Hälfte „auf Augenhöhe“, in der oft die Genauigkeit fehlte und sich seine Elf „selbst in Schwierigkeiten“ brachte. „In der zweiten Hälfte haben wir uns aber unheimlich gesteigert und gegen einen sehr tief stehenden Gegner eine Leistung gezeigt, die Mut macht für die nächsten Spiele. Leider haben wir einige gute Chancen nicht genutzt. Insofern bin ich zufrieden mit dem Spiel, aber enttäuscht vom Ergebnis.“

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Die beste Möglichkeit für den OFC vergab Fetsch, der aus drei Metern unbedrängt den Chemnitzer Torwart anschoss. „Zwei Tore hätten es von mir sein können. Das war ein bisschen unglücklich von mir“, gestand der mit sieben Treffern beste OFC-Schütze. Van Lent gab sich trotz des kleinen Rückschlags optimistisch: „Das war eine Leistung, die Mut macht für die nächsten Spiele. Wir werden noch unsere Punkte holen.“

Erstmal steht aber am Mittwoch (19 Uhr) das Pokalspiel gegen Union Berlin an. „Wir gehen mit Spaß ins Spiel. Ich habe ein gutes Bauchgefühl“, sagte Markus Husterer.

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