OFC-Stürmer Treske warnt vor Ex-Klub

„Ulmer werden versuchen, uns aufzufressen“

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Offenbachs Benjamin Kirchhoff (im Rückspiel der vergangenen Saison gegen Ulms Volkan Celiktas), der zuletzt mit Stefano Maier eine starke Innenverteidigung gebildet hatte, bekommt eventuell einen neuen Partner. Grund: Maiers Einsatz ist ungewiss, entscheidet sich erst am Spieltag.

Offenbach -  Die Gastgeber sind sich sicher: Das Duell zwischen dem SSV Ulm und den Offenbacher Kickers am Samstag (14 Uhr) wird ein „Kracher“. Als solchen haben die „Spatzen“ die Partie des dritten Spieltags der Fußball-Regionalliga Südwest zumindest bezeichnet. Von Christian Düncher 

Oliver Reck nimmt das schmunzelnd zur Kenntnis. „Jeder darf das nennen, wie er will. Wenn es ein Kracher wird und wir gewinnen, hätte ich nichts dagegen“, sagt der OFC-Trainer. Zumindest war der Unterhaltungswert zuletzt hoch, wenn beide Teams aufeinandertrafen. Im Hinspiel der vergangenen Saison lagen die Kickers daheim zur Pause 0:2 zurück, schafften aber in den letzten 30 Minuten noch die Wende zum 3:2. Das Siegtor fiel in der Nachspielzeit per Freistoß – von Serkan Firat. Im Rückspiel sah Offenbachs Dennis Schulte schon in der ersten Minute wegen einer Notbremse Rot. Trotz Unterzahl hätten die Kickers nach 0:2-Rückstand fast noch ein Remis geholt, doch letztlich reichte es nur zum 1:2 durch Ihab Darwiche. Und diesmal?

Reck hält sich trotz des guten Starts (vier Punkte aus zwei Spielen) und des starken jüngsten Auftritts gegen den TSV Steinbach (2:0) zurück. Der OFC-Trainer erwartet ein „schönes Spiel“ und hofft, dass sein Team an die bisherigen Auftritte anknüpft: „Wir wollen agieren und versuchen, das Spiel zu dominieren.“ Dass Ulm punktlos ist und bereits neun Gegentore kassierte, mache es nicht einfacher. „Man muss auch sehen, gegen wen sie gespielt haben“, betont Reck mit Blick auf das 1:4 gegen Spitzenreiter Saarbrücken und das 4:5 gegen den VfB Stuttgart II. „Wer gegen Saarbrücken 75 Minuten lang in Unterzahl ein 1:1 hält, hat viel richtig gemacht. Und das Spiel gegen Stuttgart hätte auch anders ausgehen können.“ Allerdings: Auch im Landespokal tat sich Ulm schwer, mühte sich am Mittwoch gegen Landesligist TSV Buch zu einem 1:0, wobei das Tor in der Nachspielzeit fiel.

So lief das letzte Spiel gegen Ulm:

Bilder: Kickers verlieren in Ulm

Gleichwohl warnt auch Kickers-Stürmer Florian Treske vor den Ulmern. „Die waren letzte Saison so gut, weil sie ein echtes Team sind – mit einigen guten Einzelspielern. Mit elf Mann verteidigen die auf Teufel komm raus und erzielen immer Tore. Die versuchen, auf dem Platz alles aufzufressen“, meint der 30-Jährige, der einst in Ulm spielte und noch Kontakte hat. Verteidiger Johannes Reichert ist sein Trauzeuge und Torhüter Holger Betz ein langjähriger Freund. Gegen den Kumpel traf er vergangene Saison mit Worms in beiden Spielen, gewann aber nicht (1:1, 1:2). Das soll sich nun ändern.

Fehlen wird neben Kristian Maslanka (verletzt) und Marco Rapp (Trainingsrückstand) auch Varol Akgöz (Magen-Darm-Infekt). Über den Einsatz von Stefano Maier wird erst am Spieltag entschieden. Der zuletzt starke Innenverteidiger hatte aufgrund eines Infekts erst Ende der Woche wieder trainiert. Für den Fall der Fälle gebe es einige Alternativen, so Reck. „Egal, wer spielt: Es wird jemand sein, der alles gibt.“ Ein Kandidat ist Dennis Schulte, der beim letzten „Kracher“ früh Rot gesehen hatte und es diesmal gerne besser machen würde.

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