Ultimatum vom OFC für Huber

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Anfang Januar konnten Alexander Huber (r.) und der derzeit verletzt fehlende Mounir Chaftar zumindest auf dem Kunstrasenplatz trainieren. Aktuell ist das nicht möglich.

Offenbach ‐ Nein, eine Hängepartie soll es nicht werden. Das hatten die Verantwortlichen der Offenbacher Kickers zuletzt mehrfach betont. Doch genau als solche stellt sich das Thema Vertragsverlängerung beim OFC derzeit dar. Von Christian Düncher

Trainer Steffen Menze und Torwart Robert Wulnikowski, mit denen sich der Klub mündlich auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit über das Saisonende hinaus geeinigt hat, haben ihre neuen Verträge auch eine Woche nach der Rückkehr aus dem Trainingslager nicht unterschrieben. Und bei den Leistungsträgern Alexander Huber und Stefan Zinnow, die seit mehreren Tagen konkrete Angebote vom OFC vorliegen haben, ist eine schnelle Einigung nicht in Sicht. Zumindest Menze sieht darin kein Problem. „Die Sache eilt nicht“, meint der Trainer. „Wir sind bislang bloß noch nicht dazu gekommen, uns zusammenzusetzen.“ Das soll nun jedoch zügig geschehen. Thomas Kalt, Vizepräsident des OFC, geht davon aus, dass Wulnikowski und Menze heute oder morgen unterschreiben werden. Bei Alexander Huber drückt der Verein nun ebenfalls aufs Tempo. „Der Verein hätte von mir gerne bis zum 28. Januar eine Rückmeldung, ob ich das Angebot annehme“, sagt der Außenverteidiger. „Ich weiß jedoch nicht, ob ich das einhalten kann. Es ist noch recht früh. Ich will mich ungern jetzt schon festlegen."

Zinnow will in aller Ruhe entscheiden

Ähnlich stellt sich die Situation bei Zinnow dar, der ebenfalls ein Angebot vorliegen hat, jedoch in aller Ruhe entscheiden will. „Es gibt keinen Zeitplan“, meint der Offensivspieler. „Wir sind früh dran mit den Verhandlungen.“ Vor dem Verfolgerduell beim VfL Osnabrück (31. Januar) werde wohl keine Entscheidung fallen. „Das muss aus meiner Sicht aber auch nicht sein“, meint Zinnow. „Es ist nicht so, dass mich die Sache irgendwie ablenkt.“

Deutlich größere Sorgen bereiten dem 29-Jährigen derzeit die Trainingsbedingungen. Weil alle in Frage kommenden Plätze schneebedeckt sind und angesichts der aktuellen Witterungsbedingungen auch kein gescheites Lauftraining möglich war, trainierten die Kickers gestern Vormittag im Boxraum unter der Waldemar-Klein-Tribüne. Heute hat die Mannschaft frei. „Wie es dann weitergeht, wird von Tag zu Tag entschieden“, so Zinnow. „Die Situation ist natürlich bescheiden. Aber den anderen Vereinen geht es wohl ähnlich.“

Erschwerte Trainingsbedingungen ohne Rasenheizung

Nicht unbedingt. Der VfL Osnabrück hat seit Freitag die Rasenheizung im Stadion in Betrieb (Kosten: 2000 Euro pro Tag) und dort am Wochenende ein Testspiel gegen die U23 des 1.FC Köln absolviert. Dem OFC fehlt dafür offenbar das Geld. „Osnabrück kann sich das leisten, wir nicht“, sagt Kalt. „Wir geben nicht tausende Euro aus und machen uns dann vielleicht noch den Rasen kaputt.“

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