Kickers Offenbach

OFC: Im letzten Heimspiel des Jahres SC Freiburg II anfangs „überrollt“

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Jubel nach dem Heimsieg: Andis Shala bescherte dem OFC einen Blitzstart. 

Als die Not am größten war, zeigten die Offenbacher Kickers, dass sie es doch können. 

Offenbach - Nach dem Sieg des FSV Frankfurt vom Samstag (2:0 gegen Walldorf) war der OFC erstmals in dieser Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest auf einen potenziellen Abstiegsplatz gerutscht. Doch dort verweilte er nur für 24 Stunden. Im letzten Heimspiel des Jahres kam das Team von Interims-Trainer Steven Kessler zu einem verdienten 3:1 (2:0)-Erfolg gegen den SC Freiburg II, beendete damit seine Serie von sechs sieglosen Punktspielen in Folge und katapultierte sich auf Rang neun.

OFC trat um 3-5-2 an

Die Kickers, die überraschend wie die Gäste im 3-5-2 antraten, legten einen Blitzstart hin. Gleich der erste Angriff führte zum 1:0 (1.). Maik Vetters Schuss wurde zwar geblockt, der Ball landete jedoch beim in die Startelf gerückten Andis Shala, der einschob. „Wir wurden in den ersten zehn Minuten komplett überrollt“, gab Gästetrainer Christian Preußer zu. Kessler haderte, dass in dieser Phase nicht das 2:0 fiel.

Das holten die Kickers in der 20. Minute nach, als die Gäste besser ins Spiel kamen. Nach einer Ecke und Kopfball von Lucas Albrecht ließ SC-Torwart Rafael Zbinden den Ball prallen – Moritz Hartmann köpfte ein. Der überragende Nejmeddin Daghfous hatte danach zweimal die Chance, zu erhöhen: Erst traf er die Latte (39.), dann zielte er knapp vorbei (43.).

OFC: Starke erste Halbzeit

Die 2:0-Pausenführung war verdient, weil die Kickers hinten nah am Mann waren, im Mittelfeld die Räume zuliefen und vorne vor allem Hartmann und Daghfous Impulse setzten. Nach einer Stunde wurden aber die Abstände größer – und prompt fiel das Anschlusstor durch Marvin Pieringer (65.). Daghfous stellte jedoch mit einem sehenswerten Schlenzer umgehend den alten Abstand her (67.).

Daghfous sah die Systemumstellung als Hauptgrund für den Erfolg an. „Wir haben mit zwei Stoßstürmern und mir als Freigeist auf der Zehn gespielt. Dort fühle ich mich am wohlsten“, sagte der 33-Jährige und wirkte erleichtert: „Es waren unruhige Wochen, zumal wir nicht das abgerufen haben, was wir können. Jetzt kann es nur noch einen Weg geben: Unten raus kommen und dann für die Zukunft einspielen.“

Am Montag stellt der OFC den neuen Trainer, Angelo Barletta, vor.

VON CHRISTIAN DÜNCHER

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