OFC unterliegt Abstiegskandidat TuS Koblenz

Zu viele Fehler gemacht - Knockout in der Nachspielzeit

Groß war die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff bei den Spielern der Offenbacher Kickers, hier Dennis Schulte (rechts) und Serkan Göcer. Im Rennen um Platz zwei ist nun Waldhof Mannheim im Vorteil.
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Groß war die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff bei den Spielern der Offenbacher Kickers, hier Dennis Schulte (rechts) und Serkan Göcer. Im Rennen um Platz zwei ist nun Waldhof Mannheim im Vorteil.

Offenbach - Moral gezeigt, aber dennoch einen herben Rückschlag im Kampf um Platz zwei erlitten: Gegen die TuS Koblenz machten die Offenbacher Kickers zweimal einen Rückstand wett, verloren aber zum zweiten Mal in dieser Saison ein Heimspiel. Von Christian Düncher 

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ist ein Favorit in der Fußball-Regionalliga Südwest über die TuS Koblenz gestolpert. Nach dem 1. FC Saarbrücken erwischte es nun auch die Offenbacher Kickers, die dem Abstiegskandidaten mit 2:3 unterlagen und nun als Tabellenzweiter nur noch drei Punkte vor dem SV Waldhof Mannheim liegen, der allerdings zwei Spiele weniger absolviert hat. Zudem muss der OFC im nächsten Spiel bei Eintracht Stadtallendorf auf Maik Vetter verzichten, der dann gelbgesperrt fehlen wird.

„Wir hatten den Sieg diesmal nicht verdient, weil wir zu viele Fehler gemacht und unsere Chancen nicht konsequent genutzt haben“, sagte OFC-Trainer Oliver Reck: „Eventuell haben wir uns auch ein bisschen von Koblenz beeindrucken lassen, die im Kommen sind und nun dreimal in Folge auswärts gewonnen haben. Das war diesmal nicht Kickers Offenbach wie in den vergangenen Spielen. Wir haben nicht den gewohnten Enthusiasmus gezeigt. Vielleicht hat es auch mal gefehlt, auf den Ball zu treten und Ruhe ins Spiel zu bringen. Aber die Saison ist noch lange nicht vorbei.“

Das OFC-Zeugnis gegen TuS Koblenz

Die Kickers traten nahezu mit derselben Startelf an wie beim 2:1 in Walldorf. Nur die Position des rechten Außenverteidigers wurde neu besetzt, da Jan Hendrik Marx aufgrund der fünften Gelben Karte fehlte. Reck schenkte Serkan Göcer das Vertrauen. Eine riskante Entscheidung. Göcer war aufgrund einer Schulter-Operation und anschließender Knöchelprobleme dieses Jahr noch keine Minute im Einsatz gewesen. Die fehlende Spielpraxis merkte man ihm an - vor allem bei der Szene vor dem 0:1. Göcer verlor rechts den Ball. Dieser wurde über seine Seite in den Rücken der Abwehr gespielt, wo Dino Bajric OFC-Schlussmann Daniel Endres per Schlenzer keine Chance ließ (20.). Wie in Walldorf lagen die Kickers zurück. Und wie in Walldorf glichen sie noch vor der Pause aus. Nach Foul an Varol Akgöz zeigte Serkan Firat, dass er immer noch ein Freistoßkünstler ist. Aus rund 25 Metern traf er in den Winkel - 1:1 (35.). Wenige Sekunden später sogar fast das 2:1: Firat schickte Maik Vetter auf die Reise. Nach dessen Zuspiel kam Ko Sawada aus fünf Metern völlig frei zum Abschluss. Die Fans auf der Stehtribüne jubelten bereits. Doch Sawada traf nur das Außennetz und wegen einer Abseitsstellung hätte ein Treffer auch nicht gezählt. Der OFC war spätestens jetzt das bessere Team und hatte durch Sawada eine weitere Chance. Diesmal kam der Japaner aus 16 Metern zum Schuss, zielte aber erneut vorbei.

Bilder: OFC verliert Heimspiel gegen Koblenz

Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte die nächste OFC-Chance: Der bereits verwarnte Schüler riss Vetter kurz vor dem Strafraum um. Der nicht immer souverän agierende Schiedsrichter Patrick Alt pfiff, verzichtete aber auf die fällige Ampelkarte. Den Freistoß schoss Firat an die Latte (47.). Es war der Auftakt einer wilden zweiten Hälfte, in der beide Teams den Weg nach vorne suchten, dabei aber zum Teil hektisch agierten. In der 63. Minute hatten die OFC-Fans wieder den Torschrei auf den Lippen, als Grgo Zivkovic einen öffnenden Pass auf Dennis Schulte spielte und der scharf in den Strafraum flankte, wo zwei Offenbacher verpassten (64.). Koblenz machte es kurz darauf besser. Aus Göcers geblocktem Distanzschuss entwickelte sich ein Konter, den Lahn, der beim Zuspiel in abseitsverdächtiger Position stand, abschloss (66.). Der eingewechselte Ihab Darwiche hatte beim nächsten OFC-Angriff die Chance zum Ausgleich, schoss aber aus elf Metern drüber. In der 77. Minute war es dann aber soweit: Eine Ecke köpfte Akgöz aus kurzer Distanz ein - 2:2.

Reck hatte inzwischen offensiv gewechselt und Nicola Jürgens für Zivkovic gebracht, musste wenig später aber in Dren Hodja seinen Spielmacher ersetzen, der vom Platz humpelte. Angetrieben vom unermüdlichen Firat auf dem Platz und den Fans von den Rängen, drängte der OFC auf den Siegtreffer. Akgöz hatte kurz vor Schluss die große Chance, schoss aber aus spitzem Winkel vorbei. Als bereits die Nachspielzeit lief, schlug Koblenz zum dritten Mal zu. Nach einer Flanke stand Marco Koch alleine im Fünf-Meter-Raum und köpfte ein - 2:3.

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