Vertrauen statt Fehlstart

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„Knochenhart, rutschig, schwierig, aber machbar.“ Steffen Menzes Meinung zum Trainingsplatz, auf dem sich (von links) Daniel Endres, Daniel Goldschmitt und Kai Hesse gestern Nachmittag um eine vernünftige Vorbereitung bemühten.

Offenbach ‐ Vertrauen in die eigene Stärke lautet das Motto der Offenbacher Kickers vor dem Start ins Fußballjahr 2010 am Sonntag (14.00 Uhr) beim VfL Osnabrück. Von Jochen Koch

Sportmanager Andreas Möller und Steffen Menze vertrauen dem derzeitigen Kader. Obwohl mit Marius Laux (Knieoperation) und Suat Türker (SV Wehen Wiesbaden) zwei Spieler nicht mehr zur Verfügung stehen, bleibt Kai Hesse (1. FC Kaiserslautern) der einzige Neuzugang für die letzten 17 Saisonspiele. „Wir sollten nicht in Aktionismus verfallen. Insgesamt haben wir eine gute Mannschaft. Die Spieler müssen ihre Leistung abrufen. Einige haben noch Luft nach oben“, hat sich Möller damit abgefunden, dass es bis zum Ende der Transferperiode am 31. Januar keine Verstärkung mehr geben wird.

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Auch durch die Verpflichtungen der Konkurrenten will man sich nicht unter Druck setzen lassen. So haben der VfL Osnabrück (Jan Tauer/Djurgårdens IF und Ricky Pinheiro/Kaiserslautern), der FC Ingolstadt (Mölzl/FC Augsburg und Wittek/1860 München) und der SV Sandhausen (Glibo/SV Wehen Wiesbaden, Aygün/Ingolstadt und Cenci/FSV Frankfurt) zweitligaerfahrene Spieler geholt. Dass Neuverpflichtungen keine Garantie für eine Verbesserung sind, musste der OFC letzte Saison erfahren, als mit Suat Türker und Mounir Chaftar der Start mit zwei Niederlagen verpatzt wurde. Das soll sich nicht wiederholen. „Wir müssen gleich funktionieren“, sagt Möller vor den Auftaktspielen in Osnabrück, gegen Borussia Dortmund und in Kiel.

Menze will noch nicht viel über Aufstellung oder Taktik verraten

Trotz der schlechten Wettervorhersagen scheint das Spiel in Osnabrück nicht gefährdet zu sein. Der VfL unternimmt alle Anstrengungen, dass gespielt werden kann, weil man sonst mit einem weiteren Nachholspiel und dem Pokal-Viertelfinale gegen Schalke unter Termindruck geraten würde.

Menze will noch nicht viel über Aufstellung oder Taktik verraten. „Wir wollen in der Ausrichtung flexibel bleiben“, lässt Menze offen, ob er weiter im 4-2-3-1-System spielen lässt, oder ohne Türker nun doch auf eine Taktik mit zwei Spitzen umstellt. Flexibel ist auch die Besetzung der Innenverteidiger. Kopilas, Heitmeier, Hysky sind laut Menze „auf Augenhöhe“, nur zwei können spielen. Auch im Sturm gibt es mehrere Optionen mit Kai Hesse, David Ulm und Mirnes Mesic, der wieder voll trainiert. Wem schenkt der Trainer das Vertrauen?

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