Offenbacher steht bei sechs Saisontoren

Vetter stellt eigenen Rekord auf

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Oft nur unerlaubt zu bremsen: Maik Vetter (rechts) behauptet sich gegen Völklingens Idir Meridja.

Völklingen -  Maik Vetter atmete nach dem „harten Stück Arbeit“ beim 3:0 in Völklingen tief durch, dann kehrte das Lächeln zurück beim Offenbacher Doppeltorschützen. Von Jörg Moll

„Das ist Rekord, ganz sicher“, meinte der 26-Jährige nach dem Abpfiff: „Ich kann mich nicht erinnern, im aktiven Fußball mal zwei Tore in einem Spiel erzielt zu haben.“ Nicht für den FSV Frankfurt (Regionalliga-Einsätze), nicht für Eintracht Frankfurt II (33) und trotz fünf Saisontoren auch nicht für den SV Wehen Wiesbaden II (20 Hessenliga-Spiele).

Glaubt man den Statistikern von „transfermarkt.de“, ist ihm das aber doch einmal gelungen. Am 22. August 2009, im Hessenligaspiel seines Heimatklubs KSV Klein-Karben gegen den 1. FC Schwalmstadt. Vetter kam damals als 17-Jähriger in der 72. Minute ins Spiel und schraubte das Resultat mit zwei Treffern auf 3:0. Es sollte der einzige Doppelpack bleiben – bis Samstag. Da war der Blondschopf, dem sein Trainer Oliver Reck bescheinigt, „stets 120 Prozent zu geben“, wieder als Torschütze gefragt. Und er lieferte eindrucksvoll, beendete mit zwei Treffern letzte Offenbacher Zweifel am fünften Auswärtssieg der Saison (80./90.). Sechs Tore stehen für den Mann zu Buche, der noch nie so häufig in einer Saison getroffen hat. Seit 2014 steht er in Offenbach unter Vertrag, noch bis Sommer 2019. Der Azubi, der beim Sponsor Sparda Bank Hessen seine berufliche Karriere parallel zum Fußball forciert, hatte in 73 Regionalligapartien nur viermal getroffen. Seit die Allzweckwaffe, die auf den Außenbahnen defensiv wie offensiv spielen kann, aber eigentlich gelernter Mittelfeldspieler ist, von Reck in den Angriff beordert wurde, läuft es rund.

Gemeinsam mit Serkan Firat ist er drittbester Schütze des OFC. Nur Dren Hodja (9) und Florian Treske (8) haben eine bessere Bilanz. Weil Treskes Rückkehr wegen Achillessehnenproblemen weiter fraglich ist, hätte bei den Offenbachern niemand etwas dagegen, wenn Vetter weiter so überlegt einnetzt. Beim 2:0 hatte er volley mit rechts ins rechte Eck getroffen, beim 3:0 mit der Innenseite aus 14 Metern cool ins linke Eck eingeschoben. Vetter ist aber Realist genug, um zu wissen, wie schwer der 15. Saisonerfolg erkämpft war. „Die Gelb-Rote Karte hat uns in die Karten gespielt“, meint der 26-Jährige: „Danach hatten wir mehr Räume, mehr Platz und mehr Sicherheit.“

Das OFC-Zeugnis in Völklingen

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