Offenbacher Kickers

Offenbacher Kickers: Viele Alternativen - aber wer drängt sich auf?

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Schwach gespielt, aber konkurrenzlos: Linksverteidiger Ronny Marcos. Foto: Hübner

Große Auswahl für OFC-Trainer Steuernagel auf der Außenbahn - dennoch bleiben die Flügel die Offenbacher Problemzone.

Homburg – An Alternativen mangelt es OFC-Trainer Daniel Steuernagel auf den vier Positionen links und rechts draußen sicher nicht.

Und doch sind es die vier Positionen, die ihm derzeit am meisten Sorgen bereiten. „Wir haben in der ersten Hälfte ohne rechte Seite gespielt“, kritisierte der Kickers-Coach nach dem 1:2 in Homburg. Etwas überraschend hatte er offensiv Jakob Lemmer für den ins zentrale Mittelfeld gerückten Maik Vetter aufgeboten. Der 19-Jährige war nach seiner Einwechslung mit Torvorlage beim 2:1 in Bahlingen zweimal ohne Einsatz geblieben. 

Weder Jakob Lemmer noch Bastian Kurz überzeugen

In Homburg durfte er ran, da aber gelang dem letztjährigen A-Jugendspieler kaum etwas. Nach 45 Minuten war wieder Schluss für ihn. Bastian Kurz kam für ihn, mühte sich, blieb aber nicht nur bei seinem Volleyschuss in der Nachspielzeit glücklos.

Doch auch die übrigen Außenbahnspieler hatten keinen guten Tag. Rechtsverteidiger Marco Schikora sah bei beiden Gegentoren nicht glücklich aus, hatte in der ersten Hälfte seine beste Aktion, als er Damjan Marcetas Drehschuss aus kurzer Distanz blockte (11.). 

OFC-Trainer Daniel Steuernagel: zum Haare raufen

Im Spiel nach vorne unterliefen dem eigentlich beidfüßig spielstarken Zugang von Viktoria Berlin viele einfache Fehler. Ebenfalls große Probleme hatte Ronny Marcos. Der Linksfuß wurde vor dem 0:2 von Thomas Steinherr überlaufen. In Hälfte eins sah er nach missglücktem Aufbauspiel und anschließendem Foul die Gelbe Karte. Steuernagel raufte sich draußen die Haare.

Das Problem: Marcos ist hinten links quasi konkurrenzlos, weil Scheffler keine Rolle spielt, ihm sogar ein Wechsel nahegelegt wurde. Rodas könnte die Position auch ausfüllen, genießt aber trotz vier Einsätzen (eine Vorlage) in dieser Saison offensichtlich auch keinen allzu großen Rückhalt.

In Homburg spielte eine Halbzeit lang Pyysalo (sechs Einsätze bislang) links vorne – und enttäuschte völlig. Der Finne gewann kaum einen Zweikampf. Nach der Pause wechselte er auf die rechte Seite, blieb auch dort blass – und wurde von Saisondebütant Hecht-Zirpel, dem ebenfalls im Sommer ein Wechsel nahegelegt worden war, abgelöst (61.).

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