„Ein kleines Luxusproblem“ im Abwehrzentrum

Vieles hängt beim OFC von Maier ab

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Stefano Maier bei einem seiner nur elf Saisoneinsätze in der vergangenen Saison. Der OFC-Innenverteidiger arbeitete nach einer Knieoperation zuletzt in der Reha an seinem Comeback und übte auch schon wieder auf dem Platz.

Offenbach -  Fast auf den Tag genau einen Monat nach dem letzten Spiel der Saison 2016/17 beginnt bei Kickers Offenbach die Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Beim ersten Training wird man heute im Gegensatz zu den vergangenen Jahren aber wenige neue Gesichter sehen. Von Christian Düncher 

Die Zeiten, in denen Trainingseinheiten bei den Offenbacher Kickers einer Castingshow glichen oder mehr Testspieler als fest verpflichtete Spieler dabei waren, gehören der Vergangenheit an. Obwohl der Klassenerhalt in der Regionalliga Südwest erst nach dem vorletzten Spieltag klar war, sind die Verantwortlichen mit der Saisonplanung so weit wie lange nicht mehr. Zum Vorbereitungsstart (heute, 16 Uhr, hinter dem Stadion) besteht der Regionalliga-Kader bereits aus 21 Akteuren und ist damit fast komplett. Lediglich zwei weitere Neue sollen wohl noch kommen.

„Angesichts der Umstände können wir zufrieden sein“, meint Sead Mehic, Sportdirektor der Kickers. „Die Verpflichtungen zeigen, dass wir nicht untätig waren.“ Und: Es gibt diesmal keinen großen Umbruch. „Die Mannschaft ist gefestigt, wir wollen uns jedoch verbessern“, betont Mehic. Das gilt vor allem für die Offensive. Dort sind die bisherigen drei externen Zugänge (Florian Treske, Niklas Hecht-Zirpel und Varol Akgöz) alle zu Hause. Das gilt auch für den aus der U19 aufgerückten Nicola Jürgens.

49 Treffer hatte der OFC vergangene Saison in 36 Punktspielen erzielt – achtbester Wert der Liga. „Das sind nicht wenige Tore“, meint Mehic: „Unsere Stürmer haben aber nicht so funktioniert. Daher haben wir Spieler geholt, die bewiesen haben, dass sie wissen, wo das Tor steht. Und Nicola Jürgens ist ein junger Spieler, an dem wir noch viel Freude haben werden.“

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Vorne sieht sich der OFC also gut aufgestellt. Und hinten? Kommen sollen noch ein dritter Torwart und ein Abwehrspieler. Finanziell habe man „noch ein bisschen Luft“, betont Mehic. „Wir haben aber keinerlei Zeitdruck, werden noch den einen oder anderen Kandidaten testen. Wir müssen auch abwarten, wie es bei Stefano Maier aussieht.“ Das 24-jährige Eigengewächs war vergangene Saison in der Innenverteidigung als Stütze der Mannschaft eingeplant, musste aber wegen anhaltender Knieprobleme operiert werden und kam nur elfmal zum Einsatz. Maier arbeitet aktuell in der Reha am Comeback und übte kürzlich erstmals wieder auf dem Platz. Der erste Eindruck war sehr gut. „Wir müssen aber abwarten, wie das bei voller Belastung aussieht“, warnt Mehic vor zu großen Erwartungen. „Wir haben für die Innenverteidigung Benjamin Kirchhoff und Dennis Schulte. Kristian Maslanka könnte ebenfalls dort spielen. Sofern Stefano zur Verfügung steht, hätten wir dort ein kleines Luxusproblem.“

Ob Maier sowie die anderen Rekonvaleszenten Daniel Endres, Marco Rapp und Ko Sawada (alle ebenfalls mit Knieoperationen) beim Trainingsauftakt dabei sein werden, ist unklar. „Sie arbeiten alle schwer in der Reha “, sagt Mehic. Eine Prognose wollte er noch nicht abgeben. Am besten sieht es bei Kapitän Endres aus. Maier und Rapp könnten eventuell leicht trainieren, während Sawada offenbar noch etwas Zeit braucht. Dafür werden wohl einige Trainingsgäste dabei sein, darunter auch welche aus der eigenen U19.

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