OFC unterläuft Fauxpas

Jan Washausen im Derby spielberechtigt

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Jan Washausen (rechts, gegen Oliver Kirch) in der Partie bei der U23 von Borussia Dortmund. Washausens Leihvertrag mit den Kickers läuft am Ende der Saison aus.

Offenbach - Zuerst die gute Nachricht: Jan Washausen darf am Freitagabend (19 Uhr) im Derby der 3. Liga gegen den SV Darmstadt 98 spielen. Von Holger Appel

Denn die Offenbacher Kickers haben inzwischen den fehlenden Sozialversicherungsnachweis des Mittelfeldspielers beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorgelegt.

Er erhält damit vom Hessischen Fußballverband die Spielgenehmigung zurück. Das bestätigte HFV-Verbandsjustitiar Eric Maas gestern Nachmittag gegenüber unserer Sportredaktion. David Fischer, Geschäftsführer der Kickers, sprach trotz gezielter Nachfrage nur von „Kommunikationsdefiziten und Abstimmungsproblemen“. Er sei einfach froh, dass die Sache geklärt ist und Washausen am Freitag wieder mitwirken kann, sagte Fischer. Dem stimmte Teamkoordinator Nino Berndroth zu, bestätigte den Fauxpas von Chemnitz und bezeichnete ihn „als den ungünstigsten Fall, der hat passieren können. Bisher hat das immer alles geklappt mit den Meldungen beim Verband, jetzt ist uns - warum auch immer - leider ein Fehler unterlaufen.“

Trainer Rico Schmitt hatte deshalb in seiner Heimatstadt die Anfangsformation umbauen müssen. Washausen stand vorsichtshalber nicht im Kader. Für ihn rückte Nachwuchsmann Sascha Korb in die Startelf. Die Ungewissheit und Hektik in der Vorbereitung auf das Spiel waren sicherlich nicht förderlich, der Grund für die Niederlage waren sie ganz sicher nicht. Die Kickers fanden einfach keinen Zugriff auf Ball und Gegner, waren weit von ihrer Bestform entfernt und wie in den vergangenen Wochen im Angriff ungefährlich. Sie zittern mehr denn je um den Klassenerhalt, haben vier Spieltage vor Saisonende (gegen Darmstadt 98, bei Hansa Rostock, gegen den SV Wehen Wiesbaden und beim FC Heidenheim) noch fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Bilder vom Hinspiel gegen Darmstadt 98

OFC verliert Hessenderby

Washausen war gestern Nachmittag jedenfalls hoch erfreut, dass er am Freitag wieder mitwirken darf. „Dass ich in Chemnitz plötzlich nicht mitmachen durfte, kam völlig überraschend und hat mich förmlich aus den Socken gehauen“, berichtete er, hakte die Niederlage und die unfreiwillige Pause aber ab und blickte nach vorn: „Durch die Tabellensituation ist das Derby gegen Darmstadt ganz prekär. Mit einem Sieg können wir uns von den Darmstädtern absetzen. Das wird ein echtes Kampfspiel, da sind jetzt Leidenschaft und Einsatz gefragt.“ Washausen kann mit gutem Beispiel vorangehen.

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