Fiori muss sich mit drohenden Sanktionen beschäftigen

OFC wehrt sich gegen dauerhafte Pufferzone

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Fans und Retter auf der Waldemar-Klein-Tribüne, hier bei der Enthüllung der "Wall of Fame" im Spätsommer 2017.

Weil Fans der Offenbacher Kickers in dieser Saison von der Waldemar-Klein-Tribüne aus zweimal Plastikbecher auf das Spielfeld geworfen hatten, muss sich der Geschäftsführer des Fußball-Regionalligisten, Christopher Fiori, erneut mit drohenden Sanktionen beschäftigen.

Offenbach – Die Kickers, denen seit 2013 bereits 14 solcher Vergehen zur Last gelegt werden (unter anderem in der vergangenen Saison im Spiel beim FSV Frankfurt), haben einen Strafantrag erhalten. Darin wird neben einer Geldbuße, über deren Höhe Fiori keinerlei Angaben machte, gefordert, im unteren Bereich der Stehtribüne eine circa drei Meter breite Pufferzone einzurichten – und zwar ohne zeitliche Begrenzung.

Dem OFC-Geschäftsführer, der eine solche Maßnahme als mögliche Bewährungsstrafe über einen geringen Zeitraum vorgeschlagen hatte, geht das jedoch zu weit. Er hat daher den renommierten Frankfurter Sportrechtsexperten Horst Kletke eingeschaltet. Der Anwalt hält die Strafe ebenfalls für überzogen. „Auch im Strafrecht heißt lebenslänglich nicht wirklich lebenslänglich, jede Strafe muß an eine zeitliche Grenze gekoppelt werden“, so Fiori.

Bilder: Neuer Rasen für die Kickers

Immerhin: Um die Installation eines Fangnetzes vor der Waldmar-Klein-Tribüne kommen die Kickers erneut herum. Diese Strafe war schon in Aussicht gestellt worden, aber nur als „ultima ratio“, so Fiori. (cd)

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