Weihnachtsgeschenke erwünscht

OFC und Hessen Dreieich können sich mit Siegen gegenseitig helfen

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Kevin Pezzoni (Zweiter von links) hat seine Wadenprobleme überwunden und steht vor der Rückkehr ins Dreieicher Team. Offenbachs Dren Hodja (links) muss um seinen Startelfplatz bangen. Beim 2:1 gegen Walldorf war er vorzeitig ausgewechselt worden.

Offenbach/Dreieich - Weihnachten rückt näher - und am letzten Spieltag des Jahres können sich die beiden Offenbacher Kreisvertreter in der Fußball-Regionalliga Südwest gegenseitig beschenken. „Ich hätte nichts dagegen“, sagt OFC-Sportdirektor Sead Mehic. Von Jörg Moll 

Gewinnt Kickers Offenbach beim 1. FSV Mainz 05 II, könnte der SC Hessen Dreieich bis auf einen Nichtabstiegsrang vorbeiziehen. Wenn er gar gegen den SV Waldhof Mannheim gewinnt, hätte der OFC wieder vage Titelhoffnungen.

  • Die Ausgangslage: Kickers Offenbach steht auf Rang fünf, hat mit 33 Punkten - den Drei-Punkte-Abzug für den SV Waldhof bereits eingerechnet - neun Zähler Rückstand auf Tabellenführer Mannheim. Gewinnt der OFC am Samstag (14 Uhr) beim 1. FSV Mainz 05 II sein drittes Spiel in Folge, kann er auf Platz vier vorrücken, wenn der FC Homburg (35) im Derby bei der SV Elversberg am Freitag nicht gewinnt. Die Freude wäre aber umso größer, wenn der Lokalrivale SC Hessen Dreieich zeitgleich das nächste Topteam ärgert und gegen Mannheim punktet.

„Wenn die Glocke dreimal läutet, freuen wir uns“, sagt SC-Trainer Rudi Bommer lachend und fordert indirekt auch den OFC zur vorweihnachtlichen Geschenkaktion auf: „Es ist für die Spieler natürlich ein schöneres Gefühl, wenn sie auf einem Nichtabstiegsplatz in die Winterpause gehen.“ Platz 14 würde, Stand heute, bei nur einem Absteiger aus der 3. Liga in die Südwest-Gruppe zum Ligaverbleib reichen. Sollte Wormatia Worms (19 Punkte/19:34 Tore) nicht bei Schlusslicht FC Astoria Walldorf gewinnen, könnte der SC Hessen (18/21:30) mit einem Remis gegen Mannheim sogar auf den definitiv rettenden 13. Rang springen.

  • Die Voraussetzungen: Der OFC kann zum zweiten Mal in dieser Saison - nach den Hinrundensiegen gegen Hoffenheim II (5:2), Hessen Dreieich (1:0) und FSV Frankfurt (7:0) - dreimal in Folge gewinnen. Ein weiterer Motivationsgrund: Die Kickers kassierten gegen die Rheinhessen am dritten Spieltag die einzige Heimniederlage (0:1). Eine emotionale Motivation treibt Florian Treske an. Der Mittelstürmer will sich in seinem letzten Spiel für den OFC und in der Regionalliga mit einem Erfolg verabschieden.

„Ich werde alles dafür tun, dass wir einen Dreier einfahren“, betont der 31-Jährige, der anschließend ins schwäbische Biberach/Riß umzieht und künftig für einen Landesligisten als spielender Co-Trainer aufläuft. „Es wäre überragend, wenn ich zum dritten Mal in Folge das Siegtor beisteuern könnte“, sagt er grinsend. Kapitän Benjamin Kirchhoff kehrt nach Gelb-Sperre zurück. Lucas Albrecht und Ihab Darwiche haben ihre Grippe kuriert.

Beim SC Hessen Dreieich, der in der Hinrunde in Mannheim beim 2:4 zweimal führte, kehrt Mittelfeldstratege Kevin Pezzoni nach kurierter Wadenverletzung zurück. Hinter Dominic Rau (Rippenverletzung) steht ein Fragezeichen. Der Abwehrchef hatte schon beim 1:0-Sieg beim seitherigen Zweiten TSV Steinbach Haiger passen müssen. Erst 2019 können Abwehrspieler Denis Streker und Danny Klein wieder eingreifen. Der Außenbahnspieler hatte in Mannheim sein erstes Regionalliga-Tor erzielt. Weil er sich am Kopf verletzte, hatte er das gar nicht richtig mitbekommen.

Hessen Dreieich gegen OFC: Bilder zum Spiel

  • Die Form der Gegner: Mainz 05 II ist seit zehn Spielen sieglos. Den letzten seiner vier Saisonsiege feierte der Nachwuchs des Bundesligisten am 14. September gegen den SSV Ulm 1846 (4:1). Zu Hause holten die Rheinhessen zehn Punkte (2 Siege, 4 Remis). Waldhof Mannheim ist der unbeliebteste Heimgegner der Liga. In zehn Spielen gab Mannheim nur einmal (0:0 beim VfB Stuttgart II) einen Punkt ab.

Die einzigen beiden Niederlagen in dieser Saison - gegen Ulm (0:1) und Offenbach (1:3) - gab es zu Hause. Auch die jüngsten Patzer gegen Astoria Walldorf und 1899 Hoffenheim II (jeweils 3:3) leistete sich der Ex-Bundesligist vor heimischer Kulisse. Doch der SC Hessen ist längst ein Favoritenschreck in der Regionalliga: Der Tabellenzweite Saarbrücken (1:1), der Dritte Steinbach Haiger (1:0), der FC Homburg (1:0) und der Sechste Ulm (2:2) können davon ein Lied singen.

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