Wende gegen Chemnitz

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Eine Szene aus dem Hinspiel in Chemnitz am 13. August 2011: Der Offenbacher Stefan Kleineheismann (vorn) vversucht seinen Gegenspieler Selim Aydemir zu stoppen.

Offenbach (joko) - Chemnitz - das besondere Spiel für Kickers Offenbach. Tiefpunkt und gleichzeitig Wendepunkt in der Hinrunde. Und am Samstag ein Heimspiel unter außergewöhnlichen Vorzeichen.

Nach der 0:2-Niederlage in der Hinrunde stürzte der OFC auf Platz 16 ab. Plötzlich machte sich Abstiegsangst breit. Das hatte Konsequenzen. In einer Krisensitzung bewilligte die Geschäftsführung die nötigen Verstärkungen. In Marc Stein (FSV Frankfurt), Stefan Vogler (Spvgg. Greuther Fürth) und Matthias Schwarz (VfB Stuttgart II) kamen drei Zugänge, der OFC fand zurück in die Spur.

Trainer Arie van Lent hatte nach dem 0:2 die richtigen Schlüsse gezogen und Mannschaft und System radikal verändert. Vom 4-2-3-1 stellte er auf ein breiteres Mittelfeld mit 4-1-4-1 um.

Sead Mehic, in den ersten vier Spielen nur eingewechselt, rückte in die Startelf und stabilisierte die Defensive. In der Abwehr verschob van Lent Stefan Kleineheismann für Christopher Lamprecht in die Innenverteidigung. Marc Stein ersetzte Christian Telch. Nach acht Gegentoren in den ersten vier Spielen (Schnitt: 2,0) kassierten die Kickers in den folgenden 17 Partien nur noch 15 Treffer (Schnitt: 0,88).

Nur noch fünf Spieler aus der Mannschaft vom Hinrundenspiel

Aus der Mannschaft vom Hinrundenspiel werden am Samstag nur noch fünf Spieler in der Startelf stehen: Wulnikowski, Kleineheismann, Husterer, da Costa und Hahn. Arie van Lent hat seine Stammelf gefunden, sieht keinen Grund, viel zu ändern. „Wir haben gegen Ende der Hinrunde gut gespielt und wollen unsere gute Phase unbedingt fortsetzen.“

Die Kickers sind eingespielt, vielleicht der große Vorteil. Wenn da nicht diese außergewöhnliche Serie wäre. Das Heimspiel gegen Chemnitz wird das erste Punktspiel im Jahr 2012 sein. Und die Premierenspiele nach der Winterpause haben die Kickers in der 3. Liga immer verloren. Frühestens im dritten Spiel gelang der erste Sieg.

Die schwarze Serie

Die schwarze Serie begann im Jahr 2009. Die Kickers waren als Tabellenvierter mit großen Ambitionen und den Neuzugängen Suat Türker und Mounir Chaftar zu Union Berlin gereist - und verloren 0:1. Weil dann auch gleich noch das nächste Heimspiel gegen den späteren Absteiger Wuppertaler SV mit 1:2 verloren wurde, war das Thema Aufstieg schnell beendet.

Im Jahr 2010 hatte Steffen Menze in der Winterpause die zweitligaerfahrenen Kai Hesse und Tom Moosmayer verpflichtet. Doch nach den Auftaktniederlagen gegen Osnabrück (0:1) und Borussia Dortmund II (1:2) kam das Aus für den Trainer.

Im Jahr 2011 hatte Wolfgang Wolf Daniel Gunkel (immer noch in Thailand im Probetraining) und Jose Vunguidica verpflichtet. Doch der Auftakt wurde wie üblich mit einem 1:2 gegen Sandhausen und einem 0:0 gegen Wehen Wiesbaden verpatzt. Es wird Zeit, dass Arie van Lent die schwarze Serie beendet.

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