„Wir müssen schnellstens Serie starten“

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Gestoppt. Olivier Occean (Mitte) und Marius Laux (rechts) scheitern an Pischorn und Torwart Kornetzky.

Offenbach ‐ Wolfgang Wolf war am Sonntag richtig verschnupft. Nicht nur wegen des Fehlstarts. Dem Kickers-Trainer machte auch noch eine starke Erkältung zu schaffen. Von Jochen Koch

Herr Wolf, welche Erklärung haben Sie für den Fehlstart?

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Ein Unentschieden war drin, aber wir haben die Niederlage selbst verschuldet. Schlampiges Abspiel vor dem 0:1, wir lassen uns auskontern. Dann der unglücklich abgefälschte Standard beim 0:2. Da ist wieder so viel zusammengekommen wie gegen Nürnberg. Wir sind in einer Phase, wo jeder Fehler mit einem Tor bestraft wird.

Aber nur am Pech kann man die 1:2-Niederlage nicht festmachen.

Sicher nicht. Die erste Halbzeit war zwar noch einigermaßen in Ordnung. Aber dann wollten wir zu schnell zu viel, sind in Hektik geraten. Dann hatten wir noch Pech, dass Denis Berger nach den drei Wechseln angeschlagen war und nicht mehr viel machen konnte.

Warum konnte die Mannschaft nach der Pause die Vorgaben nicht umsetzen?

Wir werden das intern besprechen. Klar ist, wenn ich ein System vorgebe, erwarte ich, dass es eingehalten wird.

Was muss sich schnellstens ändern?

Wir müssen geduldiger werden, länger in Ballbesitz bleiben und auf unsere Chancen warten.

Wie wollen Sie gegen die Verunsicherung angehen?

Wir dürfen uns jetzt keine Verunsicherung einreden. Wir haben im Trainingslager bewiesen, dass wir viel weiter sind als letztes Jahr. Jetzt müssen wir die persönlichen Fehler abstellen.

Haben Sie eine Erklärung für Leistungsabfall seit Herbst?

Wir müssen zeigen, dass das 1:2 ein einmaliger Ausrutscher war. Bayern München wird ein Neuanfang. Wir müssen schnellstens eine Serie starten.

Wie lautet Ihr Rezept für das Ende der Krise?

Ein Erfolgserlebnis und keine Hektik. Wir müssen an uns glauben, dürfen uns nicht verrückt machen. Mit Sicherheit werden wir nicht in Selbstmitleid verfallen. Eine Niederlage kommt nie zur rechten Zeit, aber das 1:2 vielleicht für uns. Jetzt muss in die Köpfe rein, dass was kommen muss.

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