„Wir nehmen alles mit, dann können wir nichts vergessen“

Offenbach - Kein Stress bei der Organisation des Trainingslagers für die Kickers-Zeugwarte

(cd) Fußballprofi müsste man sein. Wenn die Offenbacher Kickers am Samstag an die türkische Riviera fliegen, um in Lara ein siebentägiges Trainingslager zu absolvieren, muss sich das kickende Personal im Vorfeld so gut wie um nichts kümmern. „Eric und ich werden versuchen, vorzufahren und am Flughafen schon alles einzuchecken. Die Spieler müssen dann nur noch kommen und in die Maschine einsteigen“, sagt Eugen „Matze“ Wich, der beim Fußball-Drittligisten zusammen mit Eric Wege als Zeugwart fungiert.

In der Türkei sind die Spieler dann allerdings auch mal kurz gefordert, wenn es ums Be- und Entladen des Busses geht. „Wie das abläuft, klären die Jungs unter sich“, so Wich. „Bislang haben aber immer alle zugepackt.“

Vergangenes Jahr sogar mehr als sonst, denn damals hatten die Kickers beim Gepäck 500 Kilo Übergewicht. „Diesmal nehmen wir weniger mit“, betont Wich. „Drei Kollektionen reichen. Damit kommen wir locker hin. Wir packen im Prinzip alles ein, was wir auch hier an Klamotten für Spiel und Training benötigen. Mit sieben großen Kisten sollten wir da hinkommen.“ Dazu kommen noch Bälle, Trainingsgeräte, medizinisches Equipment sowie diverser Kleinkram. „Wir haben zum Beispiel immer Wimpel dabei – für Testspiele, aber auch als Dankeschön an das Hotel.“

Die Kickers reisen zwar mit mehr Gepäck, ansonsten unterscheidet sich aber kaum etwas von einem Pauschaltouristen: „Wir packen auch erst am Tag vor dem Abflug und machen uns da keinen Stress. Das geht alles ruckzuck, wir haben die Packliste im Kopf“, meint Wich. Sein Kollege Eric Wege sieht es ähnlich: „Das läuft alles total relaxed ab. Wir nehmen einfach alles mit, dann können wir auch nichts vergessen.“

Vor Ort benötigen Wege und Wich nicht viel: Ein Raum für das Equipment und die Möglichkeit, mindestens zwei Mal am Tag Wäsche zu waschen, reichen aus. „Das wurde im Vorfeld alles geklärt“, stellt Wich klar.

Das Zeugwart-Duo kennt sich aus und hat bereits einige Trainingslager mitgemacht. Wich ist im Winter mit den Kickers schon fünf Mal auf Reisen gewesen. „Man sieht sich von acht Uhr morgens bis elf Uhr abends, geht drei Mal täglich zusammen essen. Im Hotel sind alle auf einer Etage und die Zimmer der Spieler fast die ganze Zeit offen“, erklärt Wich die Unterschiede zum normalen Trainingsalltag. Es sei aber noch nie der Fall gewesen, dass ihm dabei Leute auf die Nerven gegangenen sind. Im Gegenteil: „Wenn man den ganzen Tag miteinander zu tun hat, lernt man sich viel besser kennen.“ Im Wintertrainingslager sei die Stimmung allerdings immer etwas angespannter als vor der Saison: „Die Konzentration auf die Rückrunde ist sehr groß. Im Sommer werden eher mal ein paar Späße gemacht.“

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