Wolf hofft auf Ende der Winterschwäche

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Alexander Huber (links, gegen Nürnbergs Almog Cohen) wird gegen Sandhausen wohl in der Startelf stehen.

Offenbach ‐ Das Kontrastprogramm könnte für Wolfgang Wolf dieser Tage kaum extremer sein. Vor und nach dem Pokalspiel gegen Nürnberg (0:2) wurde der Trainer der Offenbacher Kickers noch mit Fragen überhäuft. Von Christian Düncher

Gestern nun war das Interesse bei der Pressekonferenz vor dem Drittliga-Heimspiel gegen den SV Sandhausen (Samstag, 14 Uhr) so gering wie noch nie in dieser Saison. „So wichtig ist das Spiel also“, sagte Wolf beim Blick in den nahezu verwaisten Presseraum.

Der graue Liga-Alltag hat die Kickers also wieder. Anstelle der 24.000 Zuschauer, die zum Spiel gegen Nürnberg kamen, werden es diesmal wohl 'nur' rund 8000 sein. An der Bedeutung der Partie ändert dies allerdings nichts. „Wir müssen jetzt Leistung bringen und - wie in der Hinrunde - mit drei Punkten starten, um den Kontakt zu Braunschweig und Rostock nicht abreißen zu lassen“, fordert der Trainer des Tabellendritten vor dem Duell mit dem 18. der Liga.

Kickers zeigen fast schon traditionell Schwächen

Wolf ist dabei nicht verborgen geblieben, dass die Kickers zu Beginn des Jahres fast schon traditionell Schwächen zeigen. Sowohl 2009 als auch 2010 holte der OFC aus den ersten drei Spielen nach der Winterpause lediglich einen Punkt und verspielte damit die Chance auf den Aufstieg. „Wir wissen, dass wir uns in den letzten Jahren im Winter immer schwer getan haben“, sagt der Trainer. „Ich hoffe daher, dass die Fans uns umso mehr unterstützen und hinter uns stehen.“ Dass die Mannschaft gut vorbereitet und topfit sei, habe man im Pokalspiel gesehen.

„Das eine oder andere hat mir gegen Nürnberg jedoch nicht so gefallen“, schränkt Wolf ein und meint damit vor allem das Verhalten bei Standardsituationen. Diese standen daher prompt auf dem Trainingsplan, zumal Sandhausen „viele große Spieler hat“. Dagegen fehlt Offenbachs Größter, Kapitän Marko Kopilas (1,94 Meter), wegen einer Gelb-Rot-Sperre. Er saß aber schon gegen Nürnberg nur auf der Bank. Der Kader sei nach der Rückkehr von Olivier Occean, Alexander Huber und Denis Berger so eng, dass es auch Entscheidungen geben werde, die weh tun. „Es kann sein, dass ein oder zwei Spieler, die gegen Nürnberg nicht im Kader waren, jetzt in der Startelf stehen“, sagt Wolf.

Weiter auf der Suche nach Verstärkung für die Offensive

Von den drei Ex-Offenbachern im Kader des SV Sandhausen wird nach dem Ausfall von David Ulm (Muskelfaserriss) und Stefan Zinnow (Trainingsrückstand) nur Regis Dorn auflaufen, der vergangene Saison beim 3:3 in Offenbach zwei Tore erzielte.

Die Kickers sind unterdessen selbst weiter auf der Suche nach einer Verstärkung für die Offensive. Mit einem Kandidaten habe es gestern ein Gespräch gegeben, verriet der Trainer. „Er ist Stürmer, aber er hat sich noch Bedenkzeit erbeten“, sagt Wolf. Eine mögliche Verpflichtung soll aber erst nach dem Sandhausen-Spiel verkündet werden. Denn Ablenkung gab es zuletzt durch den Pokal genug. „Die 3. Liga“, so der Trainer, „ist unser tägliches Brot.“

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