OFC beendet Wintertransferaktivitäten

Zivkovic sucht Chance in Offenbach

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Der 24-Jährige kommt vom kroatischen Zweitligisten NK Novigrad.

Offenbach - Der eine trainierte gestern erstmals mit, der andere unterschrieb sein Arbeitspapier bis Saisonende: Nach Francesco Lovric hat Fußball-Regionalligist Kickers Offenbach in Grgo Zivkovic seinen zweiten Winterzugang vorgestellt. Eine überraschende Personalie. Von Jörg Moll 

Der 24-jährige Mittelfeldspieler kommt vom kroatischen Zweitligisten NK Novigrad. Binnen zwei Tagen hat Kickers Offenbach seine Wintertransferaktivitäten beendet und mit zwei Zugängen seine Baustelle im defensiven Mittelfeld geschlossen. Nach dem Österreicher Francesco Lovric (22), der gestern erstmals als neues Kadermitglied mittrainierte, bewirbt sich künftig Grgo Zivkovic um einen Platz als „Sechser“. Der 24-Jährige war im Sommer vergangenen Jahres kurzzeitig Trainingsgast beim OFC, wenig später sprach sich Regionalliga-Rivale Eintracht Stadtallendorf gegen eine Verpflichtung aus.

Der Kontakt zu Sead Mehic riss dagegen nicht ab. „Er ist sehr zweikampf- und laufstark und kann das Spiel ordnen“, ist der Offenbacher Sportdirektor überzeugt. Zivkovic absolvierte für den Tabellenletzten der 2. kroatischen Liga aus Novigrad in dieser Saison 16 Spiele. Weil der Klub in finanzielle Schieflage geraten war, gelang es Zivkovic, seinen Vertrag vorzeitig aufzulösen und ablösefrei nach Offenbach zu wechseln. Für den 1,80 Meter großen Akteur ist es die erste Station außerhalb seines Heimatlandes. „Er sieht es als Chance, sich in Deutschland zu präsentieren“, betonte Mehic. Weil der Vertrag nur bis Saisonende gilt und laut Geschäftsführer Christopher Fiori keine Verlängerungsoption beinhaltet, ist das Risiko für den OFC gering.

Ausgebildet bei seinem Heimatverein HNK Sibenik, für den er 2011/2012 drei Spiele in der 1. kroatischen Liga absolvierte, wechselte Zivkovic zu Hravtski Dragovoljac, wo er - unter anderem mit dem gebürtigen Hanauer Kreso Ljubicic (früher Eintracht Frankfurt/jetztFC Winterthur/Schweiz) - auf weitere 19 Erstligaeinsätze kam. Nach dem Abstieg kehrte er zu Sibenik zurück und war dort zwei Jahre Stammspieler in der 2. Liga, verpasste aber in der Relegation die Rückkehr in die 1. Liga. Nach einem halben Jahr in Novigrad versucht er sein Glück nun in der vierten Liga in Offenbach.

Gleiches gilt für Francesco Lovric. Der 22-Jährige erklärte nach der gestrigen Trainingseinheit seine Motivation zum Wechsel. „Ich habe das Heimspiel gegen Ulm im Stadion verfolgt und wusste sofort: Hier möchte ich spielen“, erklärte der Mittelfeldspieler, der fünf Jahre beim VfB Stuttgart ausgebildet wurde (38 Drittligaspiele). Nach eineinhalb Jahren in seiner österreichischen Heimat, zuletzt beim Zweitligisten Austria Lustenau, stand für ihn fest: „Ich will wieder in Deutschland Fußball spielen, dort herrscht einfach eine andere Mentalität.“ Sein Mitspieler in Lustenau, der ehemalige OFC-Torwart Alexander Sebald, findet nur positive Worte: „Er gibt auf dem Platz immer Vollgas und ist vielseitig einsetzbar“, meinte Sebald, der den OFC im Sommer 2017 Richtung Bodensee verließ: „Lovric ist menschlich ein ruhiger, anständiger Typ, der immer für einen Spaß zu haben ist.“ Auf Lovric kommt seit gestern eine weitere Aufgabe zu: Neben Mehic kann er dank seiner Kroatisch-Kenntnisse als Dolmetscher für Zivkovic dienen, der nur etwas Englisch spricht.

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Ziemlich kühl reagierte OFC-Trainer Oliver Reck auf Lovrics Verpflichtung: „Ich möchte mich dazu nicht äußern, es wurde ja schon viel über ihn gesagt.“ Gefreut haben dürfte er sich immerhin über die Rückkehr von Nicola Jürgens, der nach seiner Meniskusoperation wieder im Mannschaftstraining mitwirkte und auch mit ins Trainingslager fährt.

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