Kickers Offenbach

Zuschauerrückkehr beim OFC: „Hat sich nach viel mehr angefühlt“

Endlich wieder im Stadion anfeuern: Die Fans ließen den Bieberer Berg gegen Homburg teilweise beben.
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Endlich wieder im Stadion anfeuern: Die Fans ließen den Bieberer Berg gegen Homburg teilweise beben.

Tolle Stimmung beim ersten Saison-Spiel des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach, aber „nur“ 4501 Zuschauer. „Man muss bei uns im Stadion keine Angst haben“, sagt Präsident Joachim Wagner.

Offenbach – Joachim Wagner war hin- und hergerissen. Einerseits schwärmte der Präsident des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach fast eine Dreiviertelstunde nach Abpfiff der Auftaktpartie gegen Homburg noch immer von der Stimmung („Überragend“), andererseits hätte er sich „etwas mehr“ Zuschauer gewünscht. 4501 waren es offiziellen Angaben zufolge.

Liga-Bestwert des Spieltages (zu den anderen acht Partien der Südwest-Gruppe kamen insgesamt lediglich 4633 Zuschauer) und die größte Kulisse beim OFC seit 1. November 2019 (5995 gegen Alzenau). Damals waren die Kickers jedoch kein Titelaspirant. Kein Wunder also, dass die eigenen Erwartungen - trotz Corona - andere sind.

Freilich ist Ferienzeit. Allerdings werden die Saison-Tickets (rund 3000) unabhängig davon mitgezählt, ob der Inhaber im Stadion ist. Woran lag es dann? „Das Hin und Her war sicher nicht förderlich“, sagt Wagner mit Blick auf die jüngsten Änderungen bei den Stadionregeln. „Aber dazu können weder die Stadt noch wir etwas. In Offenbach wurde bei der Inzidenz innerhalb von zwei Tagen erst die 35er- und dann die 50er-Marke übersprungen. Wir hatten gehofft, dass das frühestens gegen Ulm der Fall sein würde.“ Eventuell waren einige Fans auch pandemiebedingt zu Hause geblieben. Wagner versteht das, sagt aber auch: „Man muss bei uns im Stadion keine Angst haben.“

Die in Fankreisen teils heftig kritisierte Beschränkung der Zuschauer-Kapazität auf 6200 erwies sich nicht als Problem - auch nicht mit Blick auf die Geräuschkulisse. „Es hat sich nach viel mehr angefühlt“, sagte Wagner. Vor allem zu Beginn der Partie bebte der Berg. „Wir haben uns davon tragen lassen“, meinte Torwart und Kapitän Stephan Flauder. „Die Stimmung war geil. Das hat richtig Spaß gemacht“, ergänzte Flügelflitzer Serkan Firat und äußerte die Hoffnung, „dass corona-mäßig alles stabil bleibt“. (Von Christian Düncher)

Homburgs Trainer Wenzel tut „Ausraster“ leid

Offenbach – Timo Wenzel ist „keiner, der beleidigt“. Diese Feststellung war dem Trainer des FC Homburg nach dem Spiel beim OFC wichtig. Dennoch hatte er Rot gesehen. Sein bereits verwarnter Spieler Mart Ristl war - beackert von zwei Offenbachern - auf den Ball gefallen und hatte das Spielgerät festgehalten: Gelb-Rot (88.). Wenzel trat verärgert („Ich hätte mir vom Schiedsrichter Fingerspitzengefühl gewünscht“) gegen eine Wasserflasche und wurde aus dem Innenraum verwiesen. Später entschuldigte er sich für den „Ausraster“. (cd)

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