Zwischen Hoffnung und Abschied 

OFC: Brune berichtet von „positiven Gesprächen“

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Mit Ersatztorwart Sebastian Brune (oben) und Innenverteidiger Stefano Maier (unten, im Spiel gegen Walldorf) haben die Verantwortlichen des OFC bereits Gespräche geführt. Ob sie ein Vertragsangebot erhalten, entscheidet aber letztlich der künftige Trainer.

Offenbach - Die Verträge von acht Akteuren laufen bei den Offenbacher Kickers zum Ende der Saison aus. Wen will der OFC halten? Und bei wem stehen die Zeichen eher auf Abschied? Ein Überblick. Von Christian Düncher 

Sebastian Brune: Die etatmäßige Nummer zwei stellte bei den bisherigen sechs Saisoneinsätzen unter Beweis, dass auf sie Verlass ist. Der 24-Jährige hat in der Liga (fünf Einsätze, vier Gegentreffer, drei Mal zu null) sogar eine bessere Quote als Stammtorhüter Daniel Endres (30 Spiele, 34 Tore). Im Pokalspiel in Steinbach war er trotz 1:2-Niederlage der beste Offenbacher. „Wir sind in positiven Gesprächen“, so Brune. Die Entscheidung fällt aber der neue Trainer. Es geht auch um die Frage, ob es sich der OFC erlauben kann, einen zweiten Torhüter zu haben, der nicht unter die U23-Regel fällt.

Benjamin Kirchhoff: Der Innenverteidiger zählt mit seinen 3060 Einsatzminuten zu den Dauerbrennern des OFC. Nach gutem Start fiel er in ein kleines Loch, aus dem er sich nach der Winterpause herausarbeitete. Mit 23 Jahren ist er noch nicht am Ende seiner Entwicklung. Auch aus diesem Grund haben ihm die Kickers einen neuen Vertrag angeboten. Kirchhoff hat sich noch nicht geäußert. Sein Berater weilt angeblich derzeit im Ausland.

Stefano Maier: Der zweite Stamm-Innenverteidiger war sogar noch 90 Minuten länger im Einsatz als Kirchhoff, agierte aber nicht konstanter. Nachdem er aufgrund einer Verletzung fast ein Jahr lang nicht gespielt hatte, schien das 25-jährige Eigengewächs überraschend schnell zu alter Stärke gefunden zu haben. In der Endphase schwächelte er jedoch. Es gab zwar bereits Gespräche, aber die Entscheidung wird auch hier der neue Trainer fällen.

Alexandros Theodosiadis: Offensiv einer der besten Linksverteidiger der Liga, defensiv jedoch mit Schwächen. Auch verletzungsbedingt in dieser Saison nicht mehr unumstrittene Stammkraft. Seine fünfte Saison beim OFC könnte seine letzte sein, zumal sich die Kickers nach Alternativen umsehen. Der 29-Jährige bestätigte zwar mittlerweile ein Gespräch mit dem OFC, allerdings mit offenem Ausgang.

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Dennis Schulte: Der gelernte Innenverteidiger ist quasi das Gegenteil von Theodosiadis. Links hinten sicher, vorne jedoch nur selten ein Faktor. Absolviert parallel eine kaufmännische Ausbildung. Kam diese Saison bisher nur auf 14 Einsätze, elf davon nach der Winterpause. Hat den Vorteil, dass er auch im Abwehrzentrum spielen könnte. Mit 27 Jahren allerdings nicht unbedingt ein Mann der Zukunft.

Luca Dähn: Stieß erst im Oktober zum Team. Hatte dann das Pech, dass er das Wintertrainingslager aufgrund einer Verletzung verpasste. Der gebürtige Hanauer kann wie Schulte links und innen verteidigen. Hatte bisher lediglich einen Einsatz (eine Minute beim 2:1 in Walldorf). Fällt noch unter die U23-Regel, ein Verbleib des 22-Jährigen würde dennoch überraschen.

Grgo Zivkovic: Ligarivale Eintracht Stadtallendorf lehnte ihn nach einen Probetraining ab: zu langsam. Die Kickers verpflichteten den 24-jährigen Kroaten im Winter fürs defensive Mittelfeld. Seitdem kam er in sechs von 14 Partien zum Einsatz – für nur 188 Minuten. In den Schlüsselspielen gegen Mannheim und Saarbrücken überhaupt nicht berücksichtigt. Wie ein Empfehlungsschreiben sieht das gewiss nicht aus.

Nicola Jürgens: Das Eigengewächs spielte vergangene Saison 76 Minuten, diese nur 38. „Nicola hat Potenzial“, sagt Sportdirektor Sead Mehic, betont aber: „Der Jungs muss spielen.“ Die Konkurrenz auf den offensiven Außenbahnen ist aber groß. Tendenz: Der 19-Jährige wird sein Glück andernorts versuchen.

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