Im Angriff viel zu berechenbar

SG Hainburg nach Abstieg in Handball-Bezirksliga A wieder guten Mutes

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Duell der Absteiger: Hainburgs Jannik Maier (links) gegen die Götzenhainer Seifeddine Smati und Mohamed Hassine Trabesi. In der Mitte: Philipp Neuß.

Hainburg - Die Pause nach dem Abstieg aus der Handball-Bezirksoberliga Offenbach/Hanau war kurz für die Männer der SG Hainburg. „Wir haben uns alle kräftig geschüttelt und blicken nach vorn. Es bringt ja auch nichts, zu lange mit der Vergangenheit zu hadern“, sagt Erwin Kempf, Leiter der Aktiven.

Der neue Trainer Klaus Bastian, mit dem Kempf auf eine gemeinsame Zeit als Spieler vor fast 40 Jahren bei der Turnerschaft Steinheim zurückblicken kann, hat bereits in dieser Woche mit der Vorbereitung auf die im September beginnende Bezirksliga A begonnen.

Mit welcher Vorgabe? „Wir haben eine junge Mannschaft und sind guten Mutes. Klaus ist ein erfahrener Trainer, er kennt die Ligen und hat bewiesen, dass er ein Team weiterentwickeln kann. Der sofortige Wiederaufstieg steht für uns daher nicht im Vordergrund“, sagt Kempf. Der 61 Jahre alte Bastian, zuvor Kickers Offenbach und Nachfolger von Dirk Etzel, hatte in Hainburg bereits im Frühjahr als Trainer zugesagt, als noch nicht klar war, in welcher Liga die SG künftig spielen wird. Letztlich stieg sie mit 15:41 Punkten ab, acht Zähler fehlten zum Klassenerhalt.

Aber warum hat das nicht geklappt? Mit Blick auf das Torverhältnis von 679:764 sagt Kempf: „Unsere Deckung war gar nicht schlecht, aber im Spiel nach vorn haben wir viel zu wenig gemacht. Da waren wir viel zu berechenbar.“ Die SG liegt bei den geworfenen Toren weit abgeschlagen auf dem letzten Platz in der Statistik, bei den Gegentreffern aber auf dem vierten Rang. Selbst der Tabellenzweite SG Dietesheim/Mühlheim schneidet mit 804 Gegentoren weitaus schlechter ab als der Absteiger aus Hainburg.

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Eine weitere Komponente: „Wichtige Spieler hatten mit Verletzungen zu kämpfen“, sagt Kempf und verweist auf Stammkräfte wie Nico Alles und den lange angeschlagenen Martin Fink. Dominic Staab ist seit eineinhalb Jahren verletzt, wird wohl gar nicht mehr spielen können, Nico Alles will nach einer schweren Knieverletzung zurückkehren.

Externe Zugänge kann die SG bisher nicht vermelden, Maurice Amend steht als erster Abgang fest. Er kehrt zurück zur TGS Niederrodenbach. Etzel lässt seinen Spielerpass zwar bei der SG Hainburg, wird aber auch Co-Trainer beim Oberligisten Rot-Weiß Babenhausen. (app)

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