„Ein griechischer Verein hat gefehlt“

FC Asteras Offenbach spezialisiert sich auf Futsal

Die Futsalmannschaft des FC Asteras Offenbach, oben von links: Vorsitzender Spiros Soulakis, Savvas Psomiadis, Georgios Stavrou, Ilias Kesoglou, Kleanthis Armen, Georgios Katsanos, Georgios Aidonopoulos, Nikos Tolias, Georgios Tsanakas. Vorn von links: Anastasios Keoseoglou, Andreas Karalis, Ioannis Grigoriadis, Panagiotis Cousis, Vaios Ourgantzidis, Athanasios Giamouzis, Kostantinos Tsolmektisidis. Ihren nächsten Auftritt in der Futsal-Verbandsliga haben die Offenbacher am 22. Oktober bei den Futsal Adlern Eschborn. - Foto: vum
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Die Futsalmannschaft des FC Asteras Offenbach, oben von links: Vorsitzender Spiros Soulakis, Savvas Psomiadis, Georgios Stavrou, Ilias Kesoglou, Kleanthis Armen, Georgios Katsanos, Georgios Aidonopoulos, Nikos Tolias, Georgios Tsanakas. Vorn von links: Anastasios Keoseoglou, Andreas Karalis, Ioannis Grigoriadis, Panagiotis Cousis, Vaios Ourgantzidis, Athanasios Giamouzis, Kostantinos Tsolmektisidis. Ihren nächsten Auftritt in der Futsal-Verbandsliga haben die Offenbacher am 22. Oktober bei den Futsal Adlern Eschborn.

Offenbach - Sechs Jahre nach dem endgültigen Aus für den BSC Hellas und fast 20 Jahre nach dem Ende des SV Aris hat die Stadt Offenbach wieder einen griechischen Sportverein: Den im April gegründeten FC Asteras, der sich zunächst auf Futsal spezialisiert und vor kurzem in der Verbandsliga beim 2:2 gegen CD Espanol vor mehr als 100 Fans in der Mathildenschule seine Premiere gefeiert hat. Von Holger Appel 

Terry Tzanis, ehemaliger Torjäger des BSC Hellas.

Der BSC Hellas und der SV Aris, beide 1983 ins Leben gerufen, hatten zu Glanzzeiten in der Bezirksliga Offenbach (heute Kreisoberliga) gespielt - die einen in Bürgel, die anderen in unmittelbarer Nähe in Rumpenheim -, doch sie haben es nie geschafft, die Kräfte zu bündeln. Und dann sind sie in der Versenkung verschwunden. Nun also folgt der nächste Versuch, die griechischen Fußballer der Stadt und der näheren Umgebung in einem Club zu vereinen. „Wir vom neuen Asteras-Vorstand sind alle in Deutschland geboren, haben natürlich die griechische Lockerheit in uns. Aber wir können sie mit deutschen Tugenden wie Disziplin, Ehrgeiz und Pünktlichkeit verbinden. Das hat unsere Vorgänger-Generation in den beiden Vereinen wohl nicht immer so hinbekommen. Ich glaube, wir können es besser machen und sind in der Lage, den Verein entsprechend aufzubauen und zu etablieren“, sagt der 28 Jahre alte Vorsitzende Spiros Soulakis, Systemadministrator in einem Darmstädter Unternehmen. Er war schon als Teenager Fan des BSC Hellas Offenbach um den damaligen Torjäger Terry Tzanis.

Der heute 43 Jahre alte Tzanis zählt ebenfalls zum fünfköpfigen Vorstand des FC Asteras (auf deutsch: Stern, der laut Soulakis für Hoffnung und Qualität stehen soll). Er sagt: „Wir Griechen sind in Offenbach ja ziemlich präsent, aber ein griechischer Verein hat einfach gefehlt. Wir haben viele Landsleute angesprochen, werden auch immer öfter angesprochen. Der Zuspruch ist groß, und es geht zumindest in kleinen Schritten voran.“ Der Futsaler trainieren zurzeit montags in der Sporthalle der Bachschule und mittwochs in der Wilhelmschule. Der Kader umfasst mittlerweile 20 Spieler. „Wir haben uns bewusst für Futsal entschieden, weil es neu, modern und in Deutschland eine aufstrebende Sportart ist. Das ist gut für den Neuaufbau“, berichtet Soulakis, zuvor für CD Espanol aktiv.

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Er ergänzt: „Wir wollen junge und alte Menschen mit unserem Sport begeistern, die griechische Gemeinschaft im Rhein-Main-Gebiet stärken und jungen Leuten eine Anlaufstelle bieten, Sport zu treiben.“ Soulakis und Tzanis setzen zunächst nur auf Futsal, wollen eine Kinder- und Jugendmannschaft aufbauen. „Wir sind prinzipiell aber nicht abgeneigt, später weitere Sportarten anzubieten wie Basketball, Tennis oder Fußball“, sagt Soulakis. Klar, vor allem mit einer Fußballmannschaft liebäugelt der FC Asteras - auch wenn den Machern bewusst ist, dass die Sportplatzsituation in der Stadt äußerst schwierig ist. Zeitliche Vorgaben nennen Soulakis und Tzanis entsprechend nicht. Aber irgendwann wollen sie auf den Spuren des BSC Hellas und des SV Aris wandeln.

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