Auch beim Rugby ist Kurzarbeit ein Thema

Offenbach – Bei seiner Ausbildung zum Piloten hat Harald Hees einst gelernt, in schwierigen Situationen die Ruhe zu bewahren. Und als ehemaliger Rugbyspieler ist er es ohnehin gewohnt, sich großen Herausforderungen zu stellen.

Entsprechend unaufgeregt kommentiert der Präsident des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) die Folgen der Corona-Krise. Er sieht darin sogar eine Chance.

Dass der finanziell angeschlagene DRV zum Beispiel den Außerordentlichen Deutschen Rugby-Tag verlegen musste, bei dem unter anderem über eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge abgestimmt werden sollte, empfindet Hees, der ebenso wie seine Söhne Leon und Zinzan (beide Nationalspieler wie einst ihr Vater) Mitglied des RK Heusenstamm ist, als „nicht dramatisch“. Denn: Der Antrag, der unter anderem von den Landesverbänden Hamburg und Niedersachsen kritisiert wird, könne so „argumentativ und konzeptionell noch besser vorbereitet werden“, meint Hees.

Zudem falle das Sparen in der Not mit allen verordneten Auflagen noch leichter. „Wir prüfen die Möglichkeit der Kurzarbeit. Die Leistungsträger absolvieren individuelles Training und dieses wird für die Kaderathleten kontrolliert. Die Führungsriege versucht weiterhin, das Interesse von Sponsoren zu wecken, was bedingt durch die Absage wesentlicher Veranstaltungen nicht einfacher wird.“

Allerdings: Dass am Samstag das angesetzte Länderspiel in Heidelberg gegen die Mannschaft aus Litauen nicht stattgefunden hat, kam dem Verband aus finanziellen Gründen wohl nicht ungelegen. Die letzte Partie an gleicher Stelle gegen die Schweiz war angesichts der geringen Zuschauerzahl nämlich ein Zuschussgeschäft.   cd

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