RUGBY RKH 

RK Heusenstamm: Ausgerechnet jetzt fällt die halbe Mannschaft aus

Schwierige Situation: Nicholas Rainger (mit Ball, im Spiel gegen den TSV Handschuhsheim) und Jordi Pfeiffer (hinten) sind zwei der wenigen einsatzfähigen RKH-Stürmer. Foto: sperl

Der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig. Ausgerechnet vor dem bisher wichtigsten Spiel der Saison hat sich die ohnehin schon angespannte Personalsituation bei Rugby-Erstligist RK Heusenstamm zugespitzt.

Heusenstamm - „Das Team zu managen und dabei positiv zu bleiben, ist momentan nicht einfach. Aber wir müssen die Jungs zusammenhalten“, sagt Trainer Mikey Ferraris vor dem Heimspiel gegen Tabellennachbar Heidelberger RK (Samstag, 15 Uhr).

Den letzten seiner 13 Meistertitel holte das Team vom Neckar 2018, doch seit dem Rückzug von Milliardär Hans-Peter Wild als Sponsor muss der ältestes noch bestehende deutsche Rugbyverein kleinere Brötchen backen. Zuletzt wurde das Derby gegen Aufsteiger SC Neuenheim 21:25 verloren. Der dabei errungene Defensiv-Bonuspunkt (für eine Niederlage mit sieben oder weniger Zählern Differenz) ist der einzige, den die Heidelberger bislang auf ihrem Konto haben.

Bei Heusenstamm, das nächste Woche Schlusslicht RC Luxemburg empfängt, steht sogar noch die Null. Kein Wunder, dass RKH-Präsident Markus Walger betont, dass nun die Spiele kommen, in denen man punkten sollte. Aber die Ausgangslage ist alles andere als rosig. Die „Füchse“ gehen in personeller Hinsicht auf dem Zahnfleisch.

Nachdem gegen Titelverteidiger SC Frankfurt 1880 zuletzt bei der 7:62-Pleite unter anderem eine komplette erste Sturmreihe ausgefallen war, werden gegen den Heidelberger RK weitere Akteure fehlen. Max Weber, Chris Howells und Zinzan Hees fallen aus privaten Gründen aus, Kapitän Benni Krimer, Daniel Fubel und Leon Hees aus beruflichen. Frederick Eckert, Sam Rainger sowie Markus Otterbein sind verletzt. Immerhin: Bei Benni Polheim deutet sich für Samstag das Comeback an.

Den Gegner beschreibt Ferraris als ein „gut gecoachtes Team, das ein paar herausragende Spieler in seinen Reihen hat“. Gleichwohl ist die Zielsetzung klar. „Wir müssen langsam anfangen, Punkte zu holen. Etwas Glück wäre dabei hilfreich, aber darauf verlassen können wir uns natürlich nicht“, weiß Ferraris und fordert: „Wir müssen darauf achten, die Basics richtig zu machen, häufiger tackeln, den Ball effektiver nach vorne tragen und Punkte machen, wenn wir in aussichtsreicher Position sind.“ 

VON CHRISTIAN DÜNCHER 

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