RW Babenhausen zurück in der Oberliga

Niederlagen schaden nicht

Babenhausen - Die erste Saison in der Oberliga Hessen (2013/2014) hatte sich für Rot-Weiß Babenhausen schnell erledigt: Mit nur sechs Punkten auf der Habenseite stiegen die „Löwen“ direkt wieder ab. Von Patrick Leonhardt 

Babenhausens Trainer Oliver Schulz.

Im ehemaligen Zweitliga-Spieler Oliver Schulz (einst Tuspo Obernburg, Bayer Dormagen, TSG Münster, zuletzt viereinhalb Jahre beim TV Groß-Umstadt als Spieler aktiv) kam 2014 ein neuer Trainer. Mit Schulz, der 2014 seine Karriere als Spieler beendet hatte, wagte Babenhausen einen Neuanfang.
Gleich im ersten Jahr führte Schulz die Rot-Weißen auf den zweiten Platz. „Das war vollkommen okay. Es waren nur sechs, sieben Spieler aus dem Oberligakader geblieben, wir hatten junge Spieler aus der Region und der eigenen Jugend dazu geholt. Und haben noch nicht so konstant gespielt“, blickt der ehemalige Abwehrspezialist und Kreisläufer zurück. Ein Jahr später lief es noch besser, dennoch musste Babenhausen mit nur vier Minuspunkten der TSG Bürgel in Sachen Meisterschaft den Vortritt lassen. „Die waren einfach cleverer“, meinte Schulz.

Nach zwei zweiten Plätzen gelang in der abgelaufenen Saison der große Wurf, als Meister stiegen die „Löwen“ erneut in die Oberliga auf. „Obwohl wir schon als Meister feststanden, haben wir im Saisonendspurt unsere Spiele weiter gewonnen, auch wenn wir schon mit fünf oder sechs Toren zurückgelegen haben. Und das nicht gerade gegen Laufkundschaft“, lobte Oliver Schulz den Charakter seiner Mannschaft. Und das stimmt ihn auch zuversichtlich für die Spielzeit in Hessens Beletage: „Da habe ich gesehen, dass die Mannschaft reif für die Oberliga ist.“

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„Die Oberliga ist sehr gut besetzt“, sagt Schulz, der sich bereits in der Vergangenheit viele Spiele in dieser Klasse angeschaut hat. „Zumal mit Kirchzell und Groß-Umstadt zwei Drittliga-Absteiger dazugekommen sind. Das erste Spiel in Kirchzell zu bestreiten, ist etwas Besonderes. Dort müssen wir Handball kämpfen.“ Insgesamt hält Oliver Schulz die Liga für sehr ausgeglichen, jeder kann jeden schlagen. Natürlich will der Aufsteiger viele Spiele gewinnen, aber Schulz sagt auch: „Ich freue mich auch auf Niederlagen, auch wenn wir mal eine Zehn-Tore-Klatsche bekommen.“ Denn nur dann kann er seine Mannschaft, die in den vergangenen drei Jahren von Sieg zu Sieg eilte, noch besser kennenlernen. Und nur dann kann auch die Mannschaft etwas lernen. „Niederlagen sind gut für unsere Weiterentwicklung“, sagt Schulz. Freilich nicht so viele wie in der Saison 2013/2014. Denn am Rundenende soll schon der Klassenerhalt der Rot-Weißen stehen.

Rubriklistenbild: © dpa

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